„Familienfreundlichkeit findet in Deutschland bisher nur auf dem Papier statt, von familienfreundlichem Handeln kann keine Rede sein“, so die familienpolitische Sprecherin des FDP-Landesvorstandes Martina Engel-Otto zu der Ankündigung der beiden großen Kirchen in Deutschland, eine kinderfreundlichere Gesellschaft zu fördern.

Dieses Engagement sei wichtig und ein Schritt in die richtige Richtung, jedoch müssten Bund und Länder diesen Schritt mitgehen. „Es kann doch nicht sein, dass auf der einen Seite Kinderfreundlichkeit gepredigt wird und auf der anderen Seite kürzt die saarländische Landesregierung im Bereich der Familien den ohnehin schon zu kleinen Etat um mehr als die Hälfte“. Auch auf Bundesebene würden die falschen Signale gesetzt. Engel-Otto: „Die Bundesgesundheitsministerium unterstützt die neue Gebührenordnung für ärzte, nach der ab 1. April ärzte für eine Abtreibung ein doppelt so hohes Honorar bekommen, wie für eine Geburt. Für ärzte und Hebammen sind solche Entscheidungen unverständlich und nicht nachvollziehbar“.

Als Mitglied der Intergroup Familie des Europäischen Parlaments fordert Engel-Otto die Landesregierung auf, sich in der Familienpolitik an Frankreich zu orientieren. Dort werde das gelebt, was hier nur angekündigt werde. „Die Geburtenraten in Frankreich steigen, weil Frauen ihre Kinder nicht als Karrierehindernis sehen. Es ist wichtig von den Nachbarn zu lernen. Die Landesregierung tauscht sich bereits mit Frankreich im Bereich Wirtschaft und Kriminalität aus. Familienpolitik sollte der nächste Schwerpunkt sein!“

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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