Kirche muss Kondome zulassen

„In Afrika stecken sich im Jahr über 3 Millionen Menschen mit dem tödlichen HIV Virus an, in Deutschland haben sich 2005 13% mehr infiziert als im Jahr davor. Das zeigt, dass wir verstärkt aufklären müssen. Zum einen mit Aufklärungskampagnen bei uns im Land, damit den jungen Menschen, die den „AIDS Schock“ der 80iger Jahre nicht miterlebt haben, die Ansteckungsgefahr bewusst wird. Zum anderen mit dem Verteilen von Kondomen und anderen Präventionsmaßnahmen in Afrika. Hier ist insbesondere die Kirche gefordert“, so der gesundheitspolitische Sprecher der FDP Saar und Bundestagsabgeordnete Dr. Karl Addicks anlässlich des heutigen Aktionstages gegen AIDS in Saarbrücken. UNICEF und die Stadt Saarbrücken informieren in der Innenstadt den ganzen Tag über die Gefahren von AIDS.
Addicks: „In Deutschland können wir die Zahl der Neuinfektionen mit kontinuierlicher und verstärkter Aufklärung senken. In Afrika stehen wir aber vor dem Problem, dass die Menschen keine Kondome benutzen wollen, unter anderem, weil es die katholische Kirche verbietet. Damit lassen die dortigen Prediger zu, dass sich eine tödliche Seuche ihren Weg bahnt“. Einige Kirchenanhänger vor Ort hätten dies offenbar schon begriffen und verteilten gegen den offiziellen Willen des Papstes Kondome in Afrika. Dies reiche aber nicht aus. Addicks: „Der Papst muss Kondomen endlich seinen Segen geben, damit wir es in Afrika schaffen, die HIV Seuche einzudämmen.“

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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