FDP Saar fordert Arbeitsgruppe

Nach den Meldungen, wonach das Saarland eine traurige Spitzenposition bei Alkoholkonsum und Gewaltbereitschaft von Jugendlichen einnehme, fordert die familienpolitische Sprecherin der FDP Saar, Marion Etringer, sofortiges Handeln durch die Landesregierung. „Es muss eine Arbeitsgruppe gebildet werden mit Vertretern aus Politik, Medien, Vereinen, Kirche, Medizin und Jugendorganisationen, um schnellstmöglich eine Lösung für diese Problematik zu finden.“ Es müsse ein Gesamtkonzept entwickelt werden, welches zum Schutz der Jugendlichen beitrage. Die Themen Suchtgefahren und Gewalt sollten hierbei im Mittelpunkt stehen. Nur durch eine ganzheitliche Betrachtung könne man Gefahren erkennen und beheben.

„Die Politik kann nur die Rahmenbedingungen setzen, wobei die Durchführung des Jugendschutzgesetzes stärker überwacht werden muss.“ Hier liege die Verantwortung bei den entsprechenden Ministerien. „In dem man zusätzliche Gesetze und Verbote ausspricht, wird sich die Situation nicht verbessern. Zur Lösung der Probleme muss der Kontakt mit den Jugendlichen gesucht werden,“ beanstandet Etringer. Ein Schritt in die richtige Richtung sei es, die Jugendarbeit in Vereinen und Kirche stärker zu unterstützen. Dies sei durch die den Kommunen auferlegte Sparpolitik natürlich äußerst schwierig.

Grundsätzlich müsse auch der Problematik „Alkoholkonsum“ bei Jugendlichen größere Beachtung geschenkt werden, wie beim Thema „Rauchen“, wo bereits entsprechende Schritte, wie Werbeverbot, Aufdrucke und Altersbeschränkung zur Aufklärung getan würden. Wichtig sei es, dass sich die Gesellschaft hier ihrer Fürsorgepflicht bewusst werde.

Das Herabsetzen der Promillegrenze für Fahranfänger spiele als wichtiger Baustein für das Erkennen der Gefahren bei Alkoholkonsum ebenfalls eine Rolle. Auch müsse das Thema Sucht auf dem Internetportal des Innenministeriums überarbeitet werden, um Jugendlichen, die Hilfe suchen, eine Anlaufstelle zu bieten. Durch eine effiziente Zusammenarbeit von Schulpsychologen, Eltern, Lehrern und Schollworkern, von denen es zur Zeit im Saarland leider nur 20 gebe, könnten Gefahren frühzeitig erkannt werden. Die Landesregierung müsse hierfür, die von der FDP Fraktion geforderten Gelder für mehr Schulspsychologen freigeben.

„Eine Investition in eine Arbeitsgruppe, die sich konkret mit den immer stärker werdenden Problemen der Jugend befasst und Lösungen hierfür findet, ist eine Investition in die Zukunft“, so Etinger. „Wir sollten mehr Energie in die Prävention stecken. Das komplette Engagement in die Nachsorge zu legen, ist der falsche Weg.“

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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