Besuch der FDP-Umweltpolitiker auf dem Makushof

Dem Markushof in Wahlen statteten der energiepolitische Sprecher der FDP im Europäischen Parlament sowie der umweltpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion gemeinsam mit dem Landesfachausschuss Umwelt einen Besuch ab. Auf dem Makushof von Landwirt Martin Selzer ist die zur Zeit die größte und modernste Biogasanlage im Saarland entstanden.

Die Biogasanlage liefert bereits ab Dezember 2006 Biogas aus der am Hof anfallenden Gülle, sowie aus Maissilage und Grasschnitt erzeugen. In großen Gärbehältern verarbeiten Bakterien das Ausgangsmaterial bei 40-45oC unter Luftabschluss. Dabei wird als wertvoller Bestandteil Methan gebildet, wie es auch in Erdgas enthalten ist.

Ihren Hauptertrag erzielt die Anlage aus der Stromproduktion. Das erzeugte Gas treibt zwei speziell dafür ausgelegte Motoren an, die über Generatoren eine elektrische Leistung von 500kW erzielen. Die jährliche Stromproduktion entspricht in etwa dem Verbrauch von 1200 Haushalten. Der eingespeiste Strom wird nach dem Energieeinspeisungsgesetz (EEG) mit 0,16-0,17€/kWh je nach genutzter Abwärmemenge vergütet. Wie bei großen Kraftwerken können auch hier nur ca. 40% der Energie in Strom umgewandelt werden. Der Rest fällt als Abwärme der Motorkühlung an. Alleine die Abwärmemenge entspricht der Verbrennungsenergie von ca. 350000l Heizöl. Ein Teil der Wärme wird dazu verwendet die Gärbehälter aufzuheizen, der Rest wird für die Trocknung landwirtschaftlicher Produkte wie Getreide und Heu, aber auch die Trocknung von Holz in Zusammenarbeit mit dem Holzhof Losheim genutzt.

Gebaut und betrieben wird die Anlage von der Firma ökostrom Saar aus Merzig. Betriebsleiter vor Ort ist der Landwirt Martin Selzer auf dessen Anwesen die Anlage steht. Neben dem Markushof selbst liefern noch acht weitere Landwirte aus dem näheren Umfeld Mais und Gras als hauptsächliche Rohprodukte für die Biogasanlage. Die Lieferung ist für die nächsten fünf Jahre vertraglich geregelt. Die Maisernte 2006 ist bereits in den Silos eingelagert und steht zur Verfügung. Hinzu kommt die Gülle von rund 200 Rindern des Markushofes, die ebenfalls noch vergärbare Bestandteile enthält, und vor allem den Prozess stabilisiert.

Mit dem Bau der Anlage werden 2,4Mill.€ in Zukunftstechnologie investiert. Zusammen mit den bereits bestehenden Windkraftanlagen und dem Ersatz der Windkraftanlage am Markushof durch eine leistungsfähigere Anlage wird in der Gemeinde Losheim am See zukünftig rechnerisch der komplette Haushaltsstrombedarf aus regenerativen Energien erzeugt. Die Finanzierung erfolgt zum Teil über den Verkauf von Anteilscheinen an interessierte Bürgerinnen und Bürger. Ab 5 000 Euro ist ein Einstieg möglich, für Bewohner des Landkreises Merzig-Wadern sogar schon ab 3 000 Euro.

Die FDP-Politiker zeigten sich beeindruckt von der präzisen Planung der Biogasanlage, und plädierten für die Förderung dieser dezentrale Energiequelle. Chatzimarkakis abschließend: „Im Energiemix der Zukunft kommt es auch auf Biogasanlagen an. Mit Martin Selzer begegnen wir heute einem Landwirt, der den Mut hatte, diesen innovativen Weg auch gegen Widerstände in der Verwaltung zu gehen. Minister Mörsdorf kann kein gutes Zeugnis bei der Begleitung dieses Projektes ausgestellt werden. Martin Selzer ist einer der Helden der Gegenwart!“

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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