Mittelmaß in Sachen Familienfreundlichkeit ist beschämend!

Bundesfamilienministerin von der Leyen hat gestern den Familienatlas für Deutschland vorgestellt. Darin schneidet das Saarland im Vergleich der deutschen Regionen im Bereich Familienfreundlichkeit nur unterdurchschnittlich ab. Die familienpolitische Sprecherin der FDP Saar, Marion Etringer, fordert die Landesregierung auf, endlich dieses Thema ganz oben auf die Agenda zu setzen. “Ministerpräsident Müller hat zum Thema Familie erst kürzlich seine Regierungserklärung abgegeben. Die Wirklichkeit allerdings zeigt uns nun die Studie des “Familienatlas”. Da sind wir nicht mal Durchschnitt! Wir brauchen mehr als leere Versprechungen, sondern endlich die Umsetzung guter Ideen”, so die FDP-Kreisvorsitzende von Merzig-Wadern.

Der Familienatlas hat vier Handlungsfelder betrachtet und bundesweit verglichen:

die Punkte

* Vereinbarkeit von Familie und Beruf
* Wohnsituation
* Bildung
* Freizeitangebote

Marion Etringer: “Bei all diesen Punkten haben die Kreise im Saarland eine unterdurchschnittliche Beurteilung erhalten. Einziger Lichtblick ist St. Wendel im Bereich Wohnsituation mit einem überdurchschnittlichen Ergebnis. Spätestens jetzt muss die Landesregierung sehen, dass es bei uns dringenden Handlungsbedarf gibt. Die FDP Saar hat zu allen vier Themen bereits moderne und konstruktive Vorschläge gemacht. Wir fordern erneut deren Umsetzung!”

Endlich historische Taten vollbringen!

Auch in der Dynamik und bei den Zukunftschancen hat das Saarland nur ein mittelmäßiges Ergebnis erreichen können. “Politik und Gesellschaft müssen endlich merken, dass Wirtschaft und Dynamik eines Landes auch davon abhängen, wie es seine Kinder- und Familienpolitik gestaltet. Eine familienfreundliche Region hält die Bürger im Land, zieht vor allem junge Familien aus anderen Regionen an und bringt gesellschaftlich und wirtschaftlich neue Impulse ins Land. Die Gesellschaft muss wieder lernen, dass eine Familie mit vier Kindern nicht asozial, sondern unsere Zukunft ist. Die Rahmenbedingungen muss die Politik schaffen“, fordert Etringer.

„Kinderlachen ist Zukunftsmusik!“ sagt der Ministerpräsident. „Statt zitierfähiger Sätze sollte Herr Müller endlich historische Taten vollbringen!“ so FDP-Familienpolitikerin Marion Etringer abschließend.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Hier haben wir u.a. gefordert, die öffnungszeiten von Betreuungseinrichtungen flexibler zu gestalten. Außerdem ist eine Gleichbehandlung bei der Finanzierung von gewerblichen, kommunalen und gemeinnützigen Betreuungseinrichtungen notwendig, um ein optimal auf die Bedürfnisse der Familien abgestimmtes Betreuungsangebot vor Ort zu erhalten. Die Studie zeigt, dass Regionen, in denen dies bereits umgesetzt wird, einen enormen Standortvorteil bieten.

Wohnsituation

“Um unseren Kindern eine bessere Wohnsituation zu bieten, müssen die Kommunen ihre Spielplätze, Sportanlagen und Vereinshäuser in Schuss bringen. Der Naherholungswert im Saarland muss weiter verbessert werden. Außerdem brauchen wir ausreichend familienfreundliche Wohnungen. Mit einem finanziellen Anreiz für die Schaffung von Wohneigentum können Kommunen die Abwanderung der Bürger aus dem Saarland eindämmen”, schlägt Marion Etringer vor.

Bildung

Auch bei der Bildung liegt das Saarland im bundesweiten Vergleich auf den hinteren Rängen. FDP-Familienpolitikerin Etringer: “Um unseren Kindern eine optimale Vorbereitung auf ein eigenständiges Leben zu geben, müssen wir uns an den führenden Regionen in Deutschland orientieren. Diese Regionen bieten überdurchschnittlich gute Rahmenbedingungen durch kleine Klassen und damit eine gute Schüler-Lehrer-Relation. Im Vergleich des “Familienatlas” findet sich kein Land, das sich durch Grundschulschließungen in die oberen Ränge katapultiert hat. Das sollte der saarländischen Landesregierung zu denken geben!”

Freizeitangebote

“Die FDP Saar hat mit ihrem Antrag, einen Familienpass für das Saarland einzurichten, einen Vorschlag gemacht, wie das Land sich auf diesem Handlungsfeld an die Spitze befördern könnte. Die Idee wurde leider im Saarländischen Landtag mit Stimmenmehrheit der CDU abgelehnt. Der Grund hierfür ist nicht nachvollziehbar, da dem Land durch die Einführung des Passes keine höheren Kosten entstehen würden.” Mit der Einführung hatte die FDP gefordert, dass das Land sich private und öffentliche Partner suche, die in Verbindung mit dem Pass Familien Vergünstigungen, u.a. im Bereich Freizeitgestaltung bieten.

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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