Als Vorreiter für Innovationen unbedingt!

Die Formel 1 ist ein Multimilliarden-Euro-Zirkus. In Zeiten, in denen die konsequente CO2-Vermeidung und der Klimaschutz ganz oben auf der politischen Agenda stehen, scheint sie in ökologischer Hinsicht wie ein Relikt aus alter Zeit. erste Stimmen nach Abschaffung wurden bereits laut. Aber die Formel 1 ist auch ein medialer Zirkus, der an jedem Rennwochenende gut 200 Millionen Zuschauer weltweit in Ihren Bann zieht, tausende Arbeitsplätze garantiert und nicht zuletzt ein enormes Potential in Forschung und Technik besitzt.

Der Europaabgeordnete Jorgo Chatzimarkakis besuchte den Formel 1- Zirkus am Rande des Grand-Prix von Belgien, um mit der FIA und den Teams zu diskutieren, wie die Formel 1 sich ändern müsste, um einen Beitrag zum Klimaschutz leisten zu können. Tatsächlich wurde dabei sichtbar, dass die Formel 1 selbst bereits einige sehr gute Ideen habe. Man spüre, dass man eine Verantwortung habe und dass Zuschauer und Anhänger die Formel 1 als Vorbild sähen. „Diese Vorbildfunktion gilt es auszunutzen. In den Serienfahrzeugen können aus den großen und schweren Achtzylinder z.B. nie Spritsparmodelle werden. Aber die Formel 1 könnte auch mit Leichtigkeit Vierzylindermotoren verwenden, die mehr leisten, als die heutigen Motoren und dabei wesentlich effizienter sind“, so Chatzimarkakis. So würde der Vierzylinder auch für den Konsumenten „sexy“. Das gleiche gelte für den Kraftstoff. 5%-Biokraftstoffe enthält der Formel-1-Sprit schon heute. „Warum geht man nicht dazu über, die Motoren fit für noch höhere Beimengungen an Biosprit zu machen? So könnte die Formel 1 als Werbeträger für Biokraftstoffe diese Idee in die Bevölkerung tragen“, so Chatzimarkakis weiter mit seinen überlegungen. Last but not least: Hybrid. Auf den schnellen Rundkursen der Formel 1 sei die Höchstgeschwindigkeit gegenüber der Beschleunigung und dem Bremsen eine minderwichtige Größe. Dies böte Ideale Ausgangsbedingungen für die Verwendung des Hybrid. Der sei zwar nicht die Lösung für alle Probleme des Automobilverkehrs, aber dennoch ideal dort, wo viel gebremst und beschleunigt werde. Der heutigen Hybridtechnik mangele es aber noch an vielem, vor allem an der Speicherkapazität der Batterien. Hier seien die Forschungsmilliarden der Formel-1 herzlich willkommen. „Die FIA sollte jetzt ihre Chance ergreifen und eine Regeländerung durchsetzen“, so Chatzimarkakis abschließend. Mit der Festschreibung von kleineren Motoren, Biokraftstoffen und Hybridtechnologie könne die Formel 1 ein Zeichen setzen und zeigen, dass rasanter Motorsport und Umweltbewusstsein sich nicht ausschließen würden.

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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