Holger Krahmer und Jorgo Chatzimarkakis, die umwelt- und industriepolitischen Sprecher der FDP im Europäischen Parlament warnen davor, die deutschen Autohersteller wegen CO2-Ausstoß an den Pranger zu stellen. Vor dem Hintergrund einer Studie zum CO2-Ausstoß von 14 Automobilherstellern, die der europäische Umweltverband Transport & Environment (T&E) heute veröffentlicht hat, erklärt Krahmer:

„Die T&E-Studie ist mit großer Vorsicht zu genießen, denn die Umweltlobbyisten interpretieren die Zahlen nach belieben. Es ist nichts neues, dass der CO2-Ausstoß von BMW im Schnitt höher liegt als von Renault. Aber der Vergleich hinkt und die Studie verschweigt den Grund: Nicht etwa die Anstrengungen der französischen Hersteller sind entscheidend für die niedrigeren Emissionen, sondern deren Marktversagen im Premiumsegment, in dem die Deutschen führend sind. Hersteller wie BMW haben große Anstrengungen unternommen um die Emissionen zu senken.“

„Ein europäischer Umweltverband entscheidet nicht darüber, welche Autos im 21. Jahrhundert zeitgerecht sind, sondern der Verbraucher. Und dem ein schlechtes Klima-Gewissen einzureden, mag modern sein, richtig ist es dennoch nicht“, so Krahmer weiter.

Jorgo Chatzimarkakis: „Wir sollten besonders in Deutschland mit den beliebten Anti-Industrie Reflexen in der öffentlichen Debatte vorsichtig sein, denn nicht zuletzt der internationale Erfolg der deutschen Automobilindustrie ist die Grundlage unseres Wohlstandes.“

In der Studie wird die CO2-Bilanz von 14 Herstellern verglichen, insbesondere die Entwicklung der Emissionen im Jahr 2006. Deutsche Hersteller schneiden dabei im Schnitt schlechter ab als ihre französischen oder japanischen Konkurrenten. Der CO2-Austoß deutscher Hersteller (Daimler, BMW und VW) sei von 2005 bis 2006 um 0,6% gestiegen, während der Franzosen (PSA und Renault) ein Minus von 1,9% verzeichnen können, behauptet T&E. Dem Verband gehören auch der Deutsche Verkehrsklub und die Umwelthilfe an.

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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