Die familienpolitische Sprecherin der FDP Saar, Marion Etringer, fordert nach den erneuten tragischen Kindertötungsfällen ein verstärktes Handeln von Politik und Gesellschaft. Die Politik müsse die Voraussetzung für eine bessere Vernetzung zwischen Elternhaus, Kinderärzten und Schulen schaffen. Die Einrichtung von so genannten Familienzentren könnte hier einen wichtigen Beitrag leisten. In den Familienzentren sollen sowohl Betreuungsbörse, Jugendhilfeeinrichtungen, Kinder- und jugendmedizinische Hilfe, als auch Lebenshilfeeinrichtungen für Kinder und Eltern unter einem Dach gebündelt werden. Etringer: „Wir brauchen aber auch einen Sinneswandel in der Gesellschaft. Nachbarschaftshilfe und ehrenamtliches Engagement müssen wieder als Werte empfunden werden. Es darf und muss sich niemand schämen, wenn er Hilfe, sei es staatliche oder geschellschaftliche, in Anspruch nehmen möchte. Diese Hilfe muss dann auch ausreichend angeboten werden“. Die Politik sei hier aber nicht alleine gefragt, verstärkt gefordert seien alle: auch Gesellschaft und auch kirchliche Einrichtungen.
Weiter müsse Familienministerin von der Leyen sich nun auch endlich für verpflichtende Vorsorgeuntersuchungen auf Bundesebene einsetzen. Nach Auffassung der FDP Saar sollen diese bis zum 14. Lebensjahr ausgeweitet werden. Etringer: „Es geht hierbei nicht nur darum, Misshandlung und Vernachlässigung aufzudecken, sondern vornehmlich wollen wir unsere Linder durch Früherkennung vor chronischen Erkrankungen schützen. Die Vorsorgepflicht darf nicht mit der U9 im sechsten Lebensjahr eines Kindes enden!“ Das Saarland könne durch eine entsprechende Regelung eine Vorbildfunktion einnehmen.

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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