„Die Entscheidung der Landesregierung ist ein schlechter Aprilscherz und ein Schlag ins Gesicht der Bergbaubetroffenen. Scheinbar hat die Landesregierung vergessen, dass es durch den Abbau im Flöz Grangeleisen allein im Jahr 2005 28 Beben gegeben hat. Davon erreichten 9 eine Schwinggeschwindigkeit von über 10 mm/sek und 3 über 20 mm/sek. Deshalb war dort der Abbau in 2005 schon einmal gestoppt worden“, erklärt der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion, Manfred Baldauf, anlässlich der Entscheidung der Landesregierung, den Kohleabbau im Flöz Grangeleisen zuzulassen. Der Abbau soll in einer Tiefe von 800 – 1000 Metern stattfinden und bereits am 01. April beginnen.
Baldauf: „Mit gesundem Menschenverstand hat diese Entscheidung reichlich wenig zu tun. Wer in solchen Tiefen Kohle abbaut, kann bergbaubedingte Beben per se niemals ausschließen. Dies hatte das Bergamt uns im Wirtschaftsausschuss auf Nachfrage auch bestätigt. Wer solche Fakten ausblendet, nimmt vorsätzlich in Kauf, dass Menschen zu Schaden kommen können. Außerdem entgehen dem Saarland dadurch viele Millionen Euro an Strukturhilfe. Denn statt die Subventionen in den Strukturwandel zu investieren, werden nach dem Willen der Landesregierung weiterhin Gelder in Millionenhöhe vergraben. Auch die von der RAG zugesagten 100 Mio. Euro rücken mit dieser Entscheidung wohl in unerreichbare Ferne.“

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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