Saarländischer Bundestagsabgeordneter plädiert für sino-tibetischen Dialog

Die chinesische Regierung hat ihren Ton gegenüber dem Dalai Lama verschärft. Ein Sprecher des chinesischen Polizeiministeriums sagte, die tibetischen Unabhängigkeitskräfte, an deren Spitze laut der kommunistischen Führung der Dalai Lama und seine „Clique“ stehen, planten Selbstmordanschläge. „Den Dalai Lama auf diese Weise in die Nähe des Terrorismus zu rücken ist angesichts seiner langjährigen Appelle zur Gewaltlosigkeit absolut absurd. Die chinesische Führung sollte sich an die eigene Nase fassen und ihren Umgang mit den Freiheitsrechten ihrer Bevölkerung überprüfen.“, so Dr. Karl Addicks, saarländischer Abgeordneter der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag. „Für mich ist dies ein weiteres Zeichen dafür, dass die chinesische Führung trotz der massiven Proteste in Tibet unbeirrt an ihrem Weg der Diffamierung des Dalai Lama festhält, anstatt einen Dialog mit ihm zu suchen. Dabei sollte gerade die jüngst demonstrierte Gewaltbereitschaft der vor allem jüngeren tibetischen Generation der chinesischen Führung zu denken geben – denn diese Gruppierungen werden sich nicht so kompromissbereit wie der Dalai Lama zeigen. Mit dem Dalai Lama verprellen sie einen auch für sie wichtigen Gesprächspartner.“

Die jüngste Krise in Tibet ist insbesondere vor dem Hintergrund der im August beginnenden Olympischen Spiele brisant. Einen Boykott der Spiele haben die meisten westlichen Regierungen, inklusive der Bundesregierung, ausgeschlossen. „Einen Total-Boykott der Spiele sehe ich zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht als konstruktive Lösung. Es gibt jedoch andere Wege, der chinesischen Führung deutlich zu machen, dass man ihre Tibet- und Menschenrechtspolitik so nicht hinnimmt – ich denke da beispielsweise an ein Fernbleiben von der Eröffnungsfeier.“, so Addicks.

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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