„Schuldzuweisungen wie – die Rentner plünderten die junge Generation aus –
verweisen zwar auf ein Problem, aber sie treffen die Falschen“, erklärt Bertold Bahner, Bundesvorsitzender der Liberalen Senioren.

Drei Nullrunden und eine marginale Erhöhung bei erheblich gestiegenen Lebenshaltungskosten hätten das Rentnereinkommen in den letzten Jahren stark gemindert, über das vertretbare Maß hinaus. Hinzukomme die massive Mehrwertsteuererhöhung. Daher könne man es den Rentnern nicht verargen, wenn sie sich immer lautstärker zu Wort meldeten.

„Die Verantwortung dafür tragen aber nicht die Rentner“, sagt Bahner. „Verantwortlich ist die Verweigerungshaltung der Politik“.

Die umlagefinanzierte Rente sei ein sozialpolitischer Geburtsfehler der jungen Bundesrepublik gewesen. Anstatt eine grundlegende Reform in Angriff zu nehmen, sei dieser Fehler über Jahrzehnte fortgeschrieben worden. Es sei diese politische Verweigerungshaltung, die der jungen Generation tragfähige Zukunftsperspektiven vorenthält und den Rentnern allmählich die Luft nimmt. Die FDP fordere seit langem ein Dreisäulenmodell der Altersvorsorge, bestehend aus gesetzlicher Rente, betrieblicher und privater Altersicherung, dazu das liberale Bürgergeld, gekoppelt mit einer negativen Einkommenssteuer.

„Die Liberalen Senioren werden sich auf dem Bundesparteitag der FDP im Juni für eine Lösung einsetzen, die Altersarmut verhindert und eine übermäßige Belastung der Jungen vermeidet“, sagt Bahner. „Statt über die sogenannte Macht der Rentner zu klagen, ist es Aufgabe der Politik, eine grundlegende Reform zu beschließen, die allen Generationen gerecht wird.“

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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