Betreuung durch Familienhebammen gewährleiste

„Zur Unterstützung junger Familien in schwierigen Situationen brauchen wir Familienhebammen. Sie sind vielen Familien über die bisherige Betreuung hinaus eine wichtige Hilfe und Ansprechpartner. Durch ihre Arbeit kann sichergestellt werden, dass Probleme früh erkannt werden. Anfangsschwierigkeiten werden schon in der Entstehung festgestellt und können beseitigt werden“, erklärt die Sprecherin für frühkindliche Bildung und Jugend, Martina Engel-Otto und kritisiert, dass es trotz steigenden Bedarfs keine gesetzliche Grundlage für den Beruf der Familienhebamme gibt. Im Saarland arbeiten Familienhebammen derzeit nur im Rahmen eines zeitlich begrenzten Modellprojekts. Bundesweit gibt es zahlreiche unterschiedliche Regelungen. Auch die Finanzierung ist in allen Bundesländern unterschiedlich. Das bedeutet für viele Familien oder Institutionen keine langfristig gesicherte Betreuung. Auch die Familienhebammen wissen nicht, wie lange sie ihre Tätigkeit ausüben können. Wenn die Gelder in einem kommunalen oder Landeshaushalt gestrichen werden oder ein Modellprojekt wie im Saarland ausläuft, fällt die Betreuung durch die Familienhebamme weg. Engel-Otto: „Wir brauchen eine gesetzliche Grundlage für die Arbeit der Familienhebammen mit einer Berufsordnung und einer bundesweit gültigen Gebührenverordnung analog der der klassischen Hebammen. Verbindliche, bundesweit standarisierte Fortbildungen würden außerdem eine verlässliche Qualifikation sichern. Dafür muss sich die Landesregierung einsetzen“.

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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