Erklärung zum Tag der älteren Generation am 1.10.2008

„Die Liberalen Senioren fordern alle Parteien auf, bei den jetzt anstehenden Listenaufstellungen zur Bundestagswahl und zur Europawahl im Jahre 2009 Personen zu wählen, die sich entschieden für Seniorenpolitik einsetzen,“ erklärt Bertold Bahner, Landes- und Bundesvorsitzender der Liberalen Senioren, und fügt hinzu: „Das ist insbesondere ein Appell an die FDP. Er gilt auch für die Kommunal- und Landtagswahlen im kommenden Jahr.“
Der demographische Wandel sei eine der größten Herausforderungen in diesem Jahrhundert. Um diese politische Querschnittsaufgabe zu bewältigen, braucht Deutschland das entsprechende politische Personal. Kriterien dafür seien entweder nachweisliche Kompetenz und nachgewiesenes Engagement für Seniorenpolitik oder lange Berufserfahrung und Lebenserfahrung. Am besten beides.

„Wer wäre besser dafür geeignet als ältere Menschen?“, fragt Bahner. „So, wie vorausschauende Unternehmen heute schon eine langfristige Personalpolitik entwickeln, die eine veränderte Alterstruktur unserer Gesellschaft auf dem Arbeitsmarkt berücksichtigt und damit mehr Menschen über 50 Jahren eine Chance gibt, so brauchen wir eine politische Personalstrategie, um die Folgen des demographischen Wandels zu bewältigen.“

In England, Frankreich und den USA sei der Anteil älterer Abgeordneter deutlich höher als in Deutschland. In England sind knapp 22% über 60 Jahre, in Frankreich 31% 60 Jahre und älter, in den USA fast 53% 58 Jahre und älter. Im Bundestag seien nur knapp 14% 63 Jahre und älter. Anscheinend werde Lebenserfahrung in den drei ältesten modernen Demokratien der Welt höher bewertet als in Deutschland.

Es sei höchste Zeit, die immer noch bestehenden Vorurteile gegen das Alter Stück für Stück abzuräumen, auch bei der Besetzung von Positionen in den Parteien. Dieser Appell richte sich nicht gegen die Generation von Jungpolitikern. Der demographische Wandel dürfe nicht in einen Krieg der Generationen münden. Vielmehr sei Zusammenarbeit und Zusammenhalt von Jung und Alt das Gebot der Stunde, vor allem in der Politik. Also kein Verdrängungswettbewerb um Listenplätze zwischen den Generationen, sondern ein natürlicher übergang bei Wahrung von Kontinuität.

„Alter ist kulturelles Kapital“, zitiert Bahner den französischen Soziologen Bourdieu,
„Jetzt kommt es darauf an, dieses Kapital auch in der Politik zu nutzen.“

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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