FDP will Registrierung von vertrauenswürdigen Händlern

Der Europaabgeordnete Dr. Jorgo Chatzimarkakis setzt sich dafür ein, dass Verbraucher beim Kauf von Medikamenten im Internet besser geschützt werden. Dafür solle die EU Kommission vertrauenswürdige Händel registrieren, ihre Webpages und E-Mail Adressen auflisten und diese für alle Verbraucher veröffentlichen. Chatzimarkakis: „Der Verbraucherschutz ist zwar in dem gerade veröffentlichten Pharmapaket von Kommissar Verheugen vorhanden, allerdings wird es eine ganze Weile dauern, bis das ganze beschlossen und umgesetzt ist. In dieser Legislaturperiode wird da nichts mehr passieren. Deshalb müssen wir jetzt parallel schnell handeln, um die Verbraucher vor windigen und auch gefährlichen Anbietern im Netzt zu schützen!“
Das EU Pharmapaket umfasst erstens das Thema Patienteninformation, das heißt, Patienten sollen Informationen über verschreibungspflichtige Medikamente zugänglich gemacht werden. Bisher steht Patienten lediglich der meistens schwer verständliche Beipackzettel als Informationsquelle zur Verfügung. Dies soll sich durch den Gesetzesvorschlag ändern, wonach durch behördliche Vorabgenehmigung Informationen über Krankheiten und Behandlungsmöglichkeiten via registrierten Internetseiten oder medizinische Fachzeitschriften verbreitet werden sollen. Zum zweiten soll der Produktpiraterie auf dem Arzneimittelmarkt Einhalt geboten werden. Zurzeit kommen die meisten gefälschten Produkte über Internetbestellungen und Schmuggel in die Arzneimittel- Lieferkette. Um das zu verhindern soll es künftig verschiedene Sicherheitssysteme geben. Und Drittens beinhaltet das Paket das Thema Pharmakovigilanz, d.h. um Arzneimittelsicherheit, um Fehlmedikation auszuschließen.
Chatzimarkakis kritisiert, dass es viel zu lange gedauert habe, bis dieses Gesamtpaket vorgestellt wurde. Diese Verzögerung ginge zu Lasten des Verbraucherschutzes. Chatzimarkakis: „Entscheidend ist jetzt, dass die Kommission parallel zum Gesetzesvorschlag auch selbst handelt und die vertrauenswürdigen Internetadressen auflistet. Jetzt auf die Verabschiedung der Richtlinie und die spätere Umsetzung durch die Mitgliedstaaten zu warten ist fahrlässig. Die Verbraucher brauchen schon rasch verlässliche Informationen, um aktiv Prävention zu betreiben“.

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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