Ein Monat Gesundheitsreform – eine Bilanz

„Vor einem Monat trat die Gesundheitsreform in Kraft. Neben den Einheitsbeitragssatz von 15,5% – für manche Versicherten bedeutete dies einen Anstieg um ganze 2%-Punkte! – machen sich immer mehr Fehlkonstruktionen der Reform bemerkbar. Es ist klar erkennbar, dass die Versicherten und die ärzte die Leidtragenden dieser groß angekündigten Reform sind“, kritisiert der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Saar Dr. Karl Addicks.

So drängt die Honorarreform niedergelassene ärzte in große Existenznöte. Ein Drittel der Arztpraxen kommen durch die neue Honorarordnung in wirtschaftliche Schwierigkeiten, denn ihnen droht eine Honorarkürzung von bis zu 20%. Besonders Praxen, die wenige Privatpatienten haben, droht das Aus. Addicks: „Der von der schwarz-roten Regierung vereinbarte 3 Milliarden-Zuschuss kommt bei dem Großteil der ärzte nicht an. Wir fordern endlich eine einfache und transparente Gebührenordnung für die ärzte.“

Des Weiteren wird Deutschland durch diese Gesundheitsreform statistisch gesehen kränker. ärzte, Krankenhäuser und Krankenkassen profitieren davon, wenn mehr Versicherte als schwer Krank eingestuft werden. Besonders perfide wird das Ganze aber dann, wenn die Qualität der Codierung der Erkrankungen davon abhängig gemacht wird, dass Verträge mit einer Arztgruppe geschlossen werden. „Die Rechnung für diese Fehlanreize, auf die die FDP stets hingewiesen hat, müssen die Versicherten zahlen“, so Dr. Karl Addicks.

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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