Aufklärung auch über Fälle im Saarland notwendig

Saarbrücken, 18.02.2009 – „Angesichts der Verletzung von Menschenrechten ehemaliger Heimkinder ist der Runde Tisch zur Aufarbeitung dieser Schicksale der einzige konsequente Schritt. Er birgt eine letzte Chance, auf das Geschehene aufmerksam zu machen und das Unrecht anzuerkennen. Anerkennung dessen, was geschehen ist, ist für die Opfer ein wichtiger Prozess in der Aufarbeitung des Erlebten, ein Signal der Politik, dass es zu einer solchen Verletzung der Menschenrechte niemals hätte kommen dürfen. Die saarländische Landesregierung muss jetzt schonungslos aufklären, welche Fälle es bei uns im Saarland gegeben hat“, so die familienpolitische Sprecherin der FDP Saar, Martina Engel-Otto.
„Es ist nicht mehr als richtig, dass die Verantwortlichen sich bekennen, dass auch über finanzielle Entschädigung nachgedacht wird“, so Engel-Otto. Sie fordert von allen Verantwortlichen einen sensiblen Umgang mit den Betroffenen und schnelle unbürokratische Abhilfe, damit es durch eine Aufarbeitung des Erlebten nicht zu neuen Verletzungen kommt. Die Träger der Heime stünden zumindest in der moralischen Pflicht, eine angemessene Entschädigung zu zahlen und über eigene Modelle der Wiedergutmachung nachzudenken.
Engel-Otto weiter: „Ein Kinderleben in Angst, das Leisten von Zwangsarbeit, Gewalterfahrung und vieles mehr machen eine Wiedergutmachung erforderlich. Menschenrechte dürfen nicht nur im Gesetz stehen, sie müssen auch gelebt werden. Dies ist eine Chance zu beweisen, wie ernst es unserer Gesellschaft damit ist.“

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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