Politik muss handeln

„Neue Altersbilder – die Entwicklung einer neuen Blickweise auf Menschenwürde und Selbstbestimmung in Grenzsituationen des Alters, wie sie von den Autoren des 6. Altenberichts auf dem Deutschen Seniorentag in Leipzig kürzlich vorgestellt wurde, ist eine wertvolle Ergänzung zu den bisherigen Altenberichten der Bundesregierung“, erklärt Bertold Bahner, Landesvorsitzender Saar der Liberalen Senioren. „Dabei geht es nicht um Gesundheitspolitik, also um Aussagen zu Betreuung und Pflege. Es geht um die unvollständigen und immer noch mit Vorurteilen behafteten Vorstellungen in unseren Köpfen, es geht um das Menschenbild vom Alter in unserer Gesellschaft“.

Altern sei ein Prozess, der spätestens mit der Geburt beginne und erst mit dem Tod ende. Die Frage nach Menschenwürde und Selbstbestimmung stelle sich in allen Lebenslagen, auf allen Altersstufen. Sie spitzt sich zu in Grenzsituationen, insbesondere bei äußerster Einschränkung der körperlichen Funktionen bei gleichzeitig wachem Bewusstsein oder bei geistigen Einschränkungen bei gleichzeitiger Entwicklung einer anderen Bewusstseinsebene, also bei starker Lähmung oder bei Demenz. Wie die Diskussion über Patientenverfügungen zeigt, auch in der letzten Grenzsituation, die wir erleben, im Sterben.

„Neue Altersbilder für Arbeit und Beruf, neue Altersbilder für die Zivilgesellschaft, neue Altersbilder für politische und gesellschaftliche Teilhabe, neue Altersbilder im Zusammenleben der Generationen, zu alldem fügt sich nun ein neues Bild vom Alter in Grenzsituationen“, sagt Bahner. „Die Politik muss auf allen diesen Feldern zügig handeln, in Verantwortung für die Zukunft unserer Gesellschaft im demographischen Wandel.“

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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