Saarland braucht Standortaufwertungsprogramm

Das Saar-Handwerk ist mit 11.500 Betrieben und 90 000 Beschäftigten ein wichtiger Wirtschaftsbereich im Saarland. Im Falle einer Regierungsbeteiligung will sich die FDP Saar verstärkt für die Entlastung und Förderung dieser Unternehmen einsetzen. Die FDP will gewährleisten, dass qualifizierte Fachkräfte und das ausgeprägte Know-how der Handwerkerinnen und Handwerker nicht nur erhalten, sondern auch gestärkt werden. Um das Saar-Handwerk zu festigen und ein breit angelegtes Standortaufwertungsprogramm im Saarland durchzuführen, hat der FDP Landeschef Dr. Christoph Hartmann gemeinsam mit dem Forum junger Handwerksunternehmen eine entsprechende Resolution beschlossen, die sie im Folgenden angefügt finden.

Gemeinsame Resolution

des Forums junger Handwerksunternehmer und der FDP Saar anlässlich der Landtagswahl im Saarland

Das Forum junger Handwerksunternehmer und die FDP Saar stellen fest:

1. Das Handwerk im Saarland ist mit rund 11.500 Betrieben und 90.000 Beschäftigten ein starker Wirtschaftsbereich. Den hohen Anteil an qualifizierten Fachkräften und das ausgeprägte Know-how der Handwerkerinnen und Handwerker gilt es zu erhalten und zu stärken.

2. Das Handwerk ist auf gut ausgebildete Jugendliche angewiesen. Eine qualitativ hochwertige und vielfältige (vor-)schulische Bildung ist dafür notwendig. Insgesamt muss sichergestellt werden, dass die Schule ihren Bildungsauftrag auch erfüllen kann. Dazu müssen die Schulen selbständiger, die Durchlässigkeit verbessert, eine Unterrichtsgarantie eingeführt und die Klassen verkleinert werden.

3. Die duale Ausbildung in Deutschland hat sich mehr als bewährt. Auf diese Weise bekommen die Jugendlichen die so wichtigen ersten Berufserfahrungen und zusätzliche Qualifikationen, die ihre Chancen auf einen Arbeitsplatz erhöhen. Diesen Standard, um den Deutschland international beneidet wird, gilt es zu erhalten und weiter zu verbessern.

4. Die Durchlässigkeit zwischen den Schulformen ist ein entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Schullaufbahn. Die vorhandene Durchlässigkeit bei den beruflichen Schulen, insbesondere die horizontale und vertikale Durchlässigkeit bei den BBZ, begrüßen wir sehr. Darüber hinaus halten wir sowohl an den Berufsbildungszentren als selbständigen Einheiten als auch an der dualen Ausbildung fest.

5. Im grenzüberschreitenden Wettbewerb muss Chancengleichheit herrschen. Arbeitsintensive Dienstleistungen wie das Baugewerbe sollten deshalb wie in Frankreich nur noch dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz unterworfen werden.

6. Die Reform des Großen Befähigungsnachweises im Jahr 2004 muss evaluiert werden. Sollte sich die Reform negativ auf das Handwerk ausgewirkt haben, muss diesbezüglich eine Korrektur erfolgen.

7. Das Vergaberecht muss mittelstandsfreundlicher ausgestaltet werden. Die Lose müssen so zugeschnitten werden, dass auch kleine Handwerksbetriebe eine Chance bei öffentlichen Ausschreibungen haben.

8. Das Umsatzsteuersystem muss von der Soll- auf die Ist-Besteuerung umgestellt werden, damit Unternehmen erst dann die Umsatzsteuer abführen müssen, wenn der Rechnungsbetrag eingegangen ist.

9. Die öffentliche Hand muss endlich wieder eine Vorbildfunktion bei der Zahlungsmoral einnehmen und Rechnungen umgehend begleichen.

10. Die wirtschaftliche Betätigung von Kommunen muss stärker begrenzt werden.

11. Das Saarland braucht endlich eine breit angelegte Standortaufwertung, die die im Bundesvergleich überdurchschnittliche Belastung der Saarwirtschaft von insgesamt 150 Mio. Euro beseitigt. Hauptschwerpunkt sollen die Wiedereinführung des Gewerbesteuersenkungsprogramms und die Abschaffung des „Wasser-Cents“ sein.

Oliver Luksic Landesvorsitzender

Dürfen wir Sie informieren?

Die neuesten Infos zu den Freien Demokraten Saar - regelmäßig alle 4 Wochen per E-Mail!

Herzlichen Dank - Sie haben sich erfolgreich eingetragen! (Bestätigungs-Email ist unterwegs)