2012 entscheidet der Verbraucher über die besten Autoreifen

Ein Lautsprecher für das Rollgeräusch, eine Wolke für die Nasshaftung und eine Zapfsäule für den Bezinverbrauch: Diese Symbole werden Europas Verbraucher beim Kauf von Autoreifen bald regelmäßig begegnen. Am Mittwoch stimmte das Europäische Parlament über ein Gesetz ab, das ab dem 1. November 2012 in Kraft treten wird. ähnlich wie beispielsweise Kühlschränke, werden Reifen ab 2012 ein Label erhalten, auf dem klar zu erkennen ist, wie hoch der Gesamt-Spareffekt ist. Die Reifen werden dabei in ein System verschiedener Klassen unterteilt, wobei die beste Leistung als „Klasse A“ und die schlechteste als „Klasse G“ gekennzeichnet wird. “Mit dem Gesetz leisten wir einen großen Beitrag für mehr Energieeffizienz”, sagt Jorgo Chatzimarkakis, industriepolitischer Sprecher der FDP im Europaparlament. “Mit dem richtigen Reifen kann man Benzin oder Diesel und damit bares Geld sparen. Reifen sind für 20 bis 30 Prozent des Treibstoffkonsums eines Fahrzeugs verantwortlich. Die neue Reifenkennzeichnung kann eine Reduzierung von Abgasen erzielen, die der Wegnahme von rund 1,3 Millionen Autos von den Strassen Europas entsprechen würde.” Darüber hinaus leistet das neue Gesetz einen Beitrag zur Sicherheit im Straßenberkehr: „Der Verbraucher erkennt auf einen Blick, wie sicher ein Reifen auf der Straße ist. Die Kommission hatte ursprünglich geplant, allein den CO2-Verbrauch in den Vordergrund zu stellen, das wäre ökowahn gewesen“, so Chatzimarkakis.
Der ursprünglich als Richtlinie vorgesehene Gesetzesentwurf tritt nun als Verordnung in Kraft: „Verbraucher haben mehr Klarheit, da sie mit einer einheitlichen Rechtsumsetzung rechnen können. Für die Industrie bedeutet die Harmonisierung bessere Planbarkeit“, sagt Chatzimarkakis. Die Informationen über die Reifen findet der Kunde künftig sowohl auf einem Aufkleber auf dem Reifen oder einer Kennzeichnung im Verkaufsraum, als auch auf einer EU-Webseite. Zudem bieten Lieferanten einen Kraftstoff-Einsparungsrechner auf ihren Webseiten an. Dieses Instrument erlaubt es dem Verbraucher, die mögliche durchschnittliche Einsparung an Kraftstoff, CO2 und Kosten für C1-, C2- und C3-Reifen zu bewerten. Chatzimarkakis: „Das Reifenlabel wird den Verbrauchern die Unterschiede zwischen sogenannten Billigreifen und Marken-Fabrikaten deutlich machen. 2012 entscheidet der Verbraucher über den besten Autoreifen – und damit auch über die eigene Sicherheit.“

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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