JuLis fordern FDP zum Umdenken auf

Die Jungen Liberalen Saar sprechen sich für eine Aufhebung der Verjährungsfristen im Bereich der Sexualdelikte aus.

„Die aktuelle Diskussion zeigt, dass Opfer sexueller übergriffe oft erst sehr viel später den Mut finden, die an ihnen begangenen Straftaten anzuzeigen. Oftmals ist aber die Verjährungsfrist schon abgelaufen. Dementsprechend bedauern wir auch die Aussage des Fraktionsvorsitzenden der FDP im saarl. Landtag, Horst Hinschberger, bei diesem Vorschlag“, erklärt der Landesvorsitzende Sebastian Greiber

Die JuLis Saar werden auf Ihrem Landeskongress am kommenden Samstag in Merzig einen entsprechenden Antrag beraten.

Greiber weiter: „Während bei sexuellem Missbrauch an Kindern die Straftat bereits nach zehn Jahren verjährt ist, beträgt die Verjährungsfrist für Vergewaltigung 20 Jahre. Die Opfer hingegen sind oftmals ein Leben lang traumatisiert. Auf Grund dieses Missverhältnisses fordern wir die Abschaffung der strafrechtlichen Verjährung bei sexuellem Missbrauch von Kindern.“

In Ihrem Antrag fordern die JuLis Saar auch die Aufhebung der Verjährung zivilrechtlicher Ansprüche bei sexuellem Missbrauch, die derzeit der regelmäßigen dreijährigen Verjährungsfrist unterliegen, damit auch dem materiellen Anspruch der Opfer genüge getan wird.

Die JuLis Saar setzen sich daher für eine Anpassung des § 78 StGB ein, dass auch Sexualstraftaten, die im Höchstmaß mit einer Freiheitsstrafe von mindestens fünf Jahren bestraft werden, nicht verjähren. „Wir fordern die FDP auf, sich für diese Gesetzesänderung auszusprechen. Nur so ist gewährleistet, dass Täter auch noch nach Jahren zur Verantwortung gezogen werden können“, betont der Landesvorsitzende.

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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