Energieverbrauchskennzeichnung ja, aber ohne bürokratischen Ballast

Die überarbeitung der EU-Energieverbrauchskennzeichnung wurde heute vom Europäischen Parlament bestätigt. Die bekannte Kennzeichnung mit sieben Effizienzklassen von grün bis rot wird beibehalten, aber die Anforderungen erhöht. Die alte Spitzenklasse ‚A’ rutscht in die gelbe Mitte der Skala. Geräte, die deren Anforderungen übertreffen, werden in die drei neuen Klassen ‚A+’ bis ‚A+++’ eingeordnet.

Dr. Jorgo Chatzimarkakis, industriepolitischer Sprecher der FDP im EP lobt die Modernisierung, warnt aber vor bürokratischen Lasten:

„Das alte System basiert auf dem Stand der Technik von vor 15 Jahren. Durch den technischen Fortschritt waren mittlerweile viele Geräte in der grünen Spitzenklasse, dennoch gibt es hier große Unterschiede. Mit den zusätzlichen Klassen A+, A++ und A+++ kann der Verbraucher leicht die sparsamsten Geräte auswählen.

Energieeffiziente Kühlschränke, Fernseher oder Kochherde können helfen, den Energieverbrauch und CO2-Emissionen europaweit zu senken. Mit der heute angenommenen Richtlinie zur Kennzeichnung von Energieeffizienz wird der Anwendungsbereich darüber hinaus auf Produkte und Geräte ausgeweitet, die Energie oder andere Ressourcen verbrauchen oder damit eng zusammenhängen.

Wer also beim Kauf auf Energieeffizienz achtet, schont nicht nur seinen Geldbeutel, sondern er kann mithelfen, unser Klima zu schonen.

Da der Anwendungsbereich der Richtlinie stark erweitert wird, müssen wir aufpassen, dass keine zu starre ‚Labelbürokratie’ entsteht. Umweltschutz ist richtig, aber er muss auch bezahlbar sein und darf nicht die Wettbewerbsfähigkeit gefährden. Daher ist es gut, dass Vorschriften nicht angenommen wurden, bei öffentlichen Anschaffungen die Spitzenklasse A+++ vorzuschreiben – das wäre übertrieben gewesen.“

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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