Die stellvertretende Landesvorsitzende der FDP Saar, Martina Engel-Otto, plädiert für ein neues Selbstverständnis im Umgang mit der Situation von Alleinerziehenden: „Wenn 20 % der saarländischen Eltern alleinerziehend sind reden wir schon lange nicht mehr über eine Sondersituation, sondern über eine Realität, die ein altes Gesellschaftsbild ablöst und einen neuen Umgang damit einfordert.“
„Die Debatte um den Ausbau der Kindertagesbetreuung muss sich hier den neuen Gegebenheiten anpassen. Es reicht nicht die Anzahl der Krippenplätze und Betreuungsmöglichkeiten zu steigern und einen Rechtsanspruch zu verankern. Sowohl die Flexibilisierung der Randzeiten, als auch unterschiedliche Bedürfnisse von Eltern die auf dem Land oder in der Stadt wohnen, müssen Bestandteil der Bedarfermittlung sein und schnellstens Umsetzung finden.“, so Engel-Otto.

Alleinerziehende sind in allen Berufsbildern vertreten und es kann nicht sein, dass ein Elternteil im Schichtdienst vom Erwerbsleben ausgeschlossen wird, weil kein Betreuungsangebot für das Kind vorgehalten werden kann. Hier liegt die neue Herausforderung des Krippenausbaus, wenn wir die schlechtere finanzielle Situation von Alleinerziehenden nicht als gegeben hinnehmen möchten.
Auch muss der Stellenwert der Kinderförderung in der Kinderbetreuung eine neue Priorität erfahren. Betreuungseinrichtungen müssen für ein Kind die Ansprüche eines zweiten „Zuhause“ erfüllen.

Das Saarland als kleines Bundesland könnte schnell und flexibel als Modelregion für eine solche Kinderbetreuung stehen. Dafür müssen aber Barrieren in den Köpfen der Menschen abgebaut werden. „Kinderbetreuung, vor allem im Umfeld von Alleinerziehenden, braucht ein neues Selbstverständnis, es geht um Lebensqualität für Eltern und Kinder, es geht um Bildung und Förderung von Kindern und nicht darum wie man am besten ein Kind für ein paar Stunden parken kann um erwerbstätig zu sein.

„Es muss um mehr gehen, als bis zum Jahr 2013 eine Zahl an Kinderbetreuungsmöglichkeiten vorzeigen zu können. Gerade die Situation der Alleinerziehenden muss hier neu ins Kalkül einbezogen werden, um eine Betreuung zu erreichen, die sich dem täglichen Bedarf von erwerbstätigen Menschen so anpasst, dass der inakzeptable Zusammenhang zwischen Alleinerziehung und Armut durchbrochen werden kann.“, so die familienpolitische Sprecherin der FDP Saar abschließend.

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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