FDP-Sprecher Kleist warnt vor Leichtsinn bei Nutzung von Facebook und co.

Im Zuge der gestern bekannt gewordenen Panne bei Facebook, durch die es einem Hacker gelang, frei zugängliche Daten von 100 Millionen Facebook-Nutzern in einer Datei zu sammeln und für alle frei im Internet zugänglich zu machen, warnt der Sprecher für Medien und Bürgerrechte der FDP-Saar, Alexander Kleist, vor zuviel Leichtsinn im Internet:

„Jeder Nutzer von Social Networks wie Facebook und co. muss sich bewusst sein, dass er hierdurch zum gläsernen Bürger wird. Das jüngste Beispiel zeigt, wie einfach es ist, solche Datensammlungen anzulegen und für alle freizugänglich zu machen. Ist dies einmal geschehen, lässt es sich nie wieder rückgängig machen. Was einmal im Internet veröffentlicht wurde, bleibt für immer dort. Daher sollte man sehr genau abwägen, welche Daten und auch Bilder man von sich preisgibt. Denn nicht nur Freunde und Bekannte nutzen Facebook, in immer mehr Fällen wirft auch der Arbeitgeber vor einem Bewerbungsgespräch oder einer Beförderung einen Blick ins Internet.“
„Ich kann Jedem nur raten, die Datenschutzeinstellungen bei Social Networks auf die maximale Stufe zu stellen. Diese Möglichkeit gibt es mittlerweile bei fast allen Anbietern. Außerdem sollte man darauf achten, dass die eigenen Daten nicht für Suchmaschinen wie z.B. google zugänglich sind. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn man plötzlich Freundschaftsanfragen von wildfremden Personen erhält. Oftmals stecken hier Datendiebe dahinter.“, rät Kleist allen Nutzern.

Gleichzeitig müsse die Politik prüfen, ob das jetzige Datenschutzrecht ausreichend ist oder ob hier Aenderungen notwendig sind:
„Der Datenschutz muss in der Politik der Zukunft eine noch bedeutendere Rolle spielen. Die Häufung der jüngsten Fälle zeigt, dass hier nach wie vor Handlungsbedarf besteht. Es muss daher dringend geprüft werden, ob das jetzige Datenschutzrecht ausreichend ist und vor allem, ob es auch eine genügende Handhabe bietet, Datenklau zu verhindern. Gleichzeitig müssen die Bürger umfassend über die Probleme des Datenschutzes im Internet informiert werden. Denn wer sich der Gefahr bewusst ist, wird ganz automatisch viel sensibler mit seinen persönlichen Daten umgehen.“, so Kleist abschließend.

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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