Die Altersstruktur der Bevölkerung im Saarland wird sich bis 2030 dramatisch verändern. Während die jüngeren Jahrgänge immer weiter abnehmen, wird bereits 2030 nahezu jeder Dritte das 65. Lebensjahr erreicht haben. Der demografische Wandel gibt einen wesentlichen Rahmen für die anstehende Ausarbeitung eines neuen Landeskrankenhausplans vor. Vor diesem Hintergrund gilt es, wirtschaftliche Versorgungsstrukturen auf einem qualitativ hohen Niveau zu stärken.

Im Vorfeld der Veröffentlichung des Sachverständigengutachtens zur saarländischen Krankenhausplanung fordert die gesundheitspolitische Sprecherin Martina Engel-Otto: „Die Aufstellung des Krankenhausbedarfsplans, sowie die Anpassung der pflegerischen Versorgungsstrukturen im Saarland, müssen künftig in enger Abstimmung erfolgen. Bedingt durch die vergleichbaren demografischen Herausforderungen müssen die Bedarfspläne – auch im Hinblick auf eine ganzheitliche, vernetzte Gesundheitsversorgung – eng aufeinander abgestimmt und miteinander verzahnt werden.“

Anders als bei der vollumfänglichen Krankenhausplanung obliegt dem Land bei der Erstellung des Landespflegeplans lediglich die Rahmenplanung für eine bedarfsgerechte pflegerische Versorgungsstruktur. Die Detailplanung soll durch die saarländischen Landkreise, sowie den Regionalverband Saarbrücken erfolgen.

„Im Fokus der Stärkung einer ganzheitlichen patientenbezogenen Gesundheitsversorgung müssen die verschiedenen Leistungserbringer kooperativ zusammenarbeiten und Synergien nutzen, damit Gesundheit für alle Bevölkerungsschichten bezahlbar bleibt. Durch die konsequente Vernetzung der Leistungsangebote im Gesundheitswesen kann ein erhebliches Wertschöpfungs- und Wachstumspotenzial generiert werden.“, ergänzt Martina Engel-Otto weiter.
Neben dem demografisch bedingten Kostendruck stellt der zunehmende Fachkräftemange, vor allem in der Pflege, unsere Gesellschaft vor eine große Herausforderung. Obwohl heute bereits jeder Zehnte im Gesundheitsbereich beschäftigt ist, werden in den kommenden Jahren im Gesundheitswesen wesentlich mehr Fachleute und Assistenzkräfte benötigt, als dies schon heute der Fall ist.

Auch im Bereich der kooperativen Aus- und Weiterbildung sieht die stellvertretende Parteivorsitzende weitreichende Perspektiven: „Durch eine Abstimmung und Anpassung der Ausbildungsberufe und Ausbildungsplätze im Gesundheitswesen auf die künftige Bevölkerungsstruktur sowie durch die Etablierung neuer Berufsbilder kann den allgemeinen gesundheitspolitischen Herausforderungen effizient begegnet werden.“

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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