Zu der aufkommenden Debatte, um die Sicherheit des neuen elektronischen Personalausweises, erklärt der Sprecher für Innen und Recht der Saar-FDP, Alexandre Maturana:

„Genau wie beim Online-Banking besteht auch beim elektronischen Personalausweis eine erhebliche Missbrauchsgefahr durch die Verwendung sensibler, persönlicher Daten bspw. im Internet. Während beim Online-Banking als auch beim klassischen ec-Banking die Kreditinstitute stets bemüht sind eine möglichst sichere Datenübertragung zu gewährleisten, kommt es auch hier trotz der Verwendung bestmöglicher Sicherheitsvorkehrungen zu großflächigem Missbrauch. Auch unter diesem Aspekt ist es völlig unverständlich warum seitens des Bundesinnenministeriums massenhaft zweitklassige Lesegeräte unter die Leute gebracht werden, obwohl sicherere Geräte, bei denen die PIN-Eingabe nicht an der PC-Tastatur, sondern über sog. „Pin-Pads“ erfolgt und somit von sog. „Keyloggern“ schwerer abzufangen sind, zur Verfügung stehen.“, so Maturana.

„Der neue elektronische Personalausweis eröffnet viele Chancen, diese dürfen nicht dadurch verspielt werden, dass überwiegend zweitklassige Geräte in den Umlauf gebracht werden, die dem Datendiebstahl unnötiger Weise die Tür öffnen. Ausweis und Lesegerät müssen so sicher wie möglich sein. Eine massenhafte Einführung der „einfachen Lesegräte“, wie sie jetzt in einem ersten Probelauf erfolgt, ist daher abzulehnen. Sollte sich die Einführung des neuen Ausweises dadurch verzögern, dass die Sicherheitsstandarts insb. beim Lesegerät nachgebessert werden, ist dies hinzunehmen. Dies gebietet die Integrität und Sicherheit des Rechtsverkehrs, aber auch das öffentliche Vertrauen in neue Informationstechnologie.“, so Maturana weiter.

Zwar ist mit einer ausspionierten PIN alleine zunächst noch kein Missbrauch möglich, da zusätzlich noch der Ausweis selbst benötigt wird, doch auch diesbezüglich äußert sich Maturana skeptisch: „Eine einfache Möglichkeit für Kriminelle ist hier, wie beim ec-Karten Betrug, der Diebstahl mit einer darauffolgenden eigenen Rekonstruktion des Ausweises. Zu denken ist aber auch an die bisherige Praxis der Hinterlegung des Personalausweises als eine Art Pfand, beispielsweise in einem Hotel. Auch hier können sorglose oder ahnungslose Bürger schnell Opfer von Datendiebstahl werden. Es empfiehlt sich insofern eine kritische Debatte über die Einführung des neuen elektronischen Personalausweises zu führen und alle sicherheitstechnischen Möglichkeiten auszuschöpfen.“, so Maturana abschließend.

Oliver Luksic Landesvorsitzender

Dürfen wir Sie informieren?

Die neuesten Infos zu den Freien Demokraten Saar - regelmäßig alle 4 Wochen per E-Mail!

Herzlichen Dank - Sie haben sich erfolgreich eingetragen! (Bestätigungs-Email ist unterwegs)