Doch Europa bleibt unter seinen Möglichkeiten

über die heute in Straßburg verabschiedete Tierversuchsrichtlinie erklärt der Europaabgeordnete Jorgo Chatzimarkakis (FDP):

„Das Europäische Parlament hat sich heute zu einem Kompromisstext durchgerungen, der viele Fragen offen lässt. Er ist zu schwammig, zu viele Ausnahmen sind möglich, er beinhaltet nicht den hohen Tierschutzstandart, der möglich gewesen wäre und für den ich gekämpft habe.

Der Text erlaubt zu viele Dinge, die in einem geeinten Europa, welches sich als Vorreiterland in vielen Bereichen etabliert hat, nichts zu suchen haben. Für Länder, die bereits einen hohen Standard haben, wie z.B. Schweden und das Vereinigte Königreich, bedeutet diese Richtlinie eher einen Stillstand als einen Fortschritt.

Ich habe dem Text dennoch zugestimmt, weil er eine deutliche und absolut nötige Verbesserung der alten Richtlinie von 1986, die 24 Jahre alt ist, darstellt. So ist die Autorisierungen von Versuchen anspruchsvoller geworden, die ethische überprüfung von Tierversuchen ist im Text enthalten.

Eine Sache, auf die ich persönlich stolz bin, da ich in der ersten Lesung dafür gekämpft habe: Wir haben die Durchführung alternativer Testmethoden erleichtert und eine stärkere finanzielle Förderungen eingebracht!

Wir sollten diesen Text als Grundlage nutzen, um in den nächsten Jahren darauf aufbauend einen stimmigeren Text zu erarbeiten, der uns in Europa wieder die Führungsrolle im Tierschutz einnehmen lässt. Die Richtlinie muss in sieben Jahren überarbeitet werden.“

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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