Jamaika-Koalition soll die im Koalitionsvertrag beschlossene, enge Verzahnung der Förderschulen mit den Regelschulen möglichst bald umsetzen

Angesichts der aktuellen Bildungs- und Integrationsdebatte in der Bundesrepublik Deutschland plädiert der Generalsekretär der FDP-Saar, Rüdiger Linsler, für eine zügige Umsetzung der im Koalitionsvertrag von CDU, FDP und GRüNEN getroffenen Vereinbarungen in der Bildungs- und Integrationspolitik. Insbesondere die Punkte, bei denen die Bildungs- und Entwicklungschancen von Kindern unmittelbar betroffen sind und ein akuter Handlungsbedarf besteht, müssen zügig abgearbeitet werden.

Rüdiger Linsler, Generalsekretär der FDP-Saar:
„Angesichts der aktuellen Bildungs- und Integrationsdebatte sind wir Saarländer aufgefordert zu zeigen, dass wir uns im Saarland den Herausforderungen unserer Zeit stellen, erkannte Problemfelder anpacken und unsere bis dato im Koalitionsvertrag bereits festgelegten Lösungsansätze zeitnah umsetzen. Dies verdeutlicht, dass unsere in der Bundesrepublik Deutschland bisher einmalige Jamaika-Regierung zügig und ergebnisorientiert arbeitet.“

Ein wichtiger Baustein ist die im Koalitionsvertrag von CDU, FDP und GRüNEN vorgesehene engere Verzahnung der bestehenden Förderschulen mit den Regelschulen.
Der Koalitionsvertrag sieht den „Erhalt der Förderschulen in guter Qualität sowie dem gleichzeitig verstärkten Einsatz von Förderschullehrkräften an Regelschulen“ vor.

Darüber hinaus fordert die FDP–Saar eine Veränderung des Systems der sonderpädagogischer Hilfen und hält folgende Sofortmaßnahmen im Bereich der Sonderpädagogik für sinnvoll:

1. Förderschulen sollen in der Regel als Ganztagsgrundschulen ausgestaltet werden.

2. Das Saarland soll offensiv in anderen Bundesländern Förderschullehrer anwerben.

3. Individuelle Förder- und Hilfepläne sollen individuell nach dem Bedarf an der jeweiligen Regelschule, insbesondere an den Grundschulen, unbürokratisch und kurzfristig von der zuständigen Förderschule abgerufen werden können.

4. Es soll eine Zusammenarbeit mit dem Studienseminar für Förderschulen in Rheinland-Pfalz begonnen bzw. ausgebaut werden, damit Referendare mittel- und langfristig auch im Saarland ausgebildet werden können.

5. Regelschulen -insbesondere Grundschulen- mit einer hohen Anzahl von Kindern mit Migrations-Hintergrund sollen gezielt zusätzlich Förderschullehrstunden zugewiesen werden, um Sprachproblemen frühzeitig entgegen wirken zu können.

6. Schüler, die von einer Regelschule zu einer Förderschule wechseln, sind dort zeitlich befristet aufzunehmen. Nach einer gewissen Förderdauer soll überprüft werden, ob der besondere Förderbedarf noch in vollem Umfang besteht oder ob eine Rückgliederung in eine Regelschule nicht sinnvoller wäre. Damit soll sicher gestellt werden, dass auch bei „Problem-Schülern“ individuell die besten Ausbildungschancen gewahrt werden.

7. Verbindliche sonderpädagogische Inhalte in der Lehreraubildung müssen in allen Lehrämtern verankert werden, damit Defizite und die damit verbundenen Ursachen frühzeitig vor Ort erkannt werden.

8. Die Fortbildungsmöglichkeiten für Förderschullehrer müssen ausgebaut werden, zudem müssen die Fortbildungsmöglichkeiten freier Träger anerkannt werden.

„Wie die jüngsten Untersuchungen und auch öffentlichen Debatten gezeigt haben, besteht insbesondere im Bereich der Sonderpädagogik akuter Handlungsbedarf. Mit jedem Jahr, welches wir verstreichen lassen, werden weitere Kinder um ihre Bildungs- und Entwicklungschancen gebracht. Jeden Euro, den wir im Saarland frühzeitig in Bildung, Integration und individuelle Förderung von Kindern investieren, erspart uns zudem Folgekosten, die langfristige Bildungs- und Integrationsdefizite in vielen Fällen nach sich ziehen.“, so Rüdiger Linsler abschließend.

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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