Zu der Entscheidung des Europäischen Rates, Montenegro
Kandidatenstatus zu verleihen, erklärt der Experte für Europa der FDPBundestagsfraktion
und zuständige Berichterstatter im EU-Ausschuss
Oliver LUKSIC:
Die Europäische Union würdigt mit dieser Entscheidung die von Montenegro erzielten Fortschritte bei der Erfüllung der Beitrittskriterien. Montenegro gehört zu Europa und hat seit seiner Antragstellung auf eine EU-Mitgliedschaft im Dezember 2008, trotz der aufgrund der Größe des Landes begrenzten Verwaltungskapazitäten, bereits gute Fortschritte im Hinblick auf die ökonomischen und politischen Beitrittskriterien erzielt.
Auch was das Verhältnis mit seinen Nachbarländern angeht, kann Montenegro als Vorbild dienen und hat bereits jetzt den Ruf eines Vermittlers in der Region.
Es ist gut, dass die Europäische Union die Fortschritte Montenegros würdigt, gleichzeitig die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen aber von Bedingungen abhängig macht, wie etwa sichtbaren Erfolgen beim Kampf gegen Korruption und organisierte Kriminalität. Dies ist Ausdruck einer glaubwürdigen Erweiterungspolitik.
Für die Region des Westbalkans insgesamt ist die Entscheidung des Europäischen Rates darüber hinaus auch ein klares und wichtiges Signal dafür, dass nach dem Beitritt Kroatiens die Tür in die EU nicht verschlossen sein wird, sondern bei Erfüllung der Kriterien auch die übrigen Länder des Westbalkans eine klare Beitrittsperspektive haben.

Oliver Luksic Landesvorsitzender

Dürfen wir Sie informieren?

Die neuesten Infos zu den Freien Demokraten Saar - regelmäßig alle 4 Wochen per E-Mail!

Herzlichen Dank - Sie haben sich erfolgreich eingetragen! (Bestätigungs-Email ist unterwegs)