Junge Liberale Saar fordern Gesundheitsminister Weisweiler auf, der Diskriminierung Homosexueller in den Richtlinien der Bundesärztekammer aktiv und entschieden entgegenzutreten!

„Wir erneuern unsere Forderung an die zuständigen Minister und Staatssekretäre, sowohl im Land als auch im Bund, dem Missstand ein Ende zu bereiten, dass Homosexuelle nach wie vor durch die Richtlinien der Bundesärztekammer zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen diskriminiert werden“ so Tobias Raab, Landeschef der Jungen Liberalen (JuLis) Saar. Um das Risiko für die Empfänger von Knochenmark-, Plasma- oder Blutspenden möglichst gering zu halten, hat die BAK sog.  „Risikogruppen“ festgelegt, deren Spenden als zu riskant für den Empfänger eingestuft werden. Solche Risikogruppen sind u. a. Prostituierte, Drogenabhängige oder Gefängnisinsassen, aber auch Schwule.

„Allein aus der Orientierung Schlüsse zu ziehen und Schwulen das Spenden von Blut zu verbieten, ist nicht nur in Anbetracht der dauernden Blutknappheit unvertretbar, sondern stellt auch eine regelrechte Diskriminierung dar. Schließlich wird allen homosexuellen Männern ein risikoreiches, promiskuitives Liebesleben unterstellt“, so Raab weiter. Unabhängig von der sexuellen Orientierung stelle die Bundesärztekammer ja auch die Frage nach dem Lebenswandel der jeweiligen Person. „Häufig wechselnde Partner, Nachlässigkeit beim Verhüten oder das Eingehen sonstiger Risiken, all das sind Dinge auf die Schwule keinesfalls ein Patent hätten. Jedem von uns fallen wahrscheinlich direkt ebenso viele Heterosexuelle ein, die ein solches Liebesleben führen. Und langjährige, monogame Beziehungen sind nicht nur unter Heterosexuellen verbreitet, sondern werden ebenso von Homosexuellen geführt“ erläutert Raab. Deshalb soll nach dem Willen der JuLis allein die Beantwortung dieser Fragen als Kriterium dienen, völlig unabhängig von der sexuellen Orientierung.

 

„Während Drogenkonsumenten oder Prostituierte in der Tat meist über einen jeweils einheitlichen Lebenswandel verfügen, gibt es keine Rechtfertigung dafür, Homosexuelle pauschal und ohne jegliche Ausnahme vom Blut-Spenden auszuschließen. Maßgeblich für die Einstufung als Risikogruppe darf nicht länger sein, wen man liebt, sondern wie vernünftig und verantwortungsvoll man mit sich und seinem Körper umgeht. Egal ob Hetero- oder Homosexuell“ fordert Raab. Die Jungen Liberalen bedauerten, dass seit 2009 Liberale im Bund und im Saarland regierten und es bislang noch keine Bestrebungen der zuständigen liberalen Minister und Staatssekretäre gäbe, die Diskriminierung Schwuler beim Spenden von Blut abzuschaffen. „Wenn die Beteiligung Liberaler an Regierungen etwas bewirken sollte, dann doch, dass Menschen ihr Leben frei und ohne Hindernisse selbst gestalten und vollwertige Mitglieder unserer Gesellschaft sein können. Und das äußert sich dann eben nicht nur bei allgegenwärtigen Themen wie Steuern oder Energiepolitik, sondern auch und gerade bei Fragen wie eben der Möglichkeit Blut zu spenden“ so Raab.
Oliver Luksic Landesvorsitzender

Dürfen wir Sie informieren?

Die neuesten Infos zu den Freien Demokraten Saar - regelmäßig alle 4 Wochen per E-Mail!

Herzlichen Dank - Sie haben sich erfolgreich eingetragen! (Bestätigungs-Email ist unterwegs)