Quantitativer und qualitativer Ausbau der Plätze im Saarland dringend notwendig

Die FDP-Saar begrüßt den in den Jahren 2012 bis 2015 vorgesehenen Krippenausbau im Saarland, betont jedoch, dass neben dem quantitativen Ausbau vor allem die qualitativen Ansprüche Vorrang haben müssen.

„Die Bedarfermittlung entspricht nicht mehr den aktuellen Gegebenheiten. Im Zentrum eines nachhaltigen Krippenausbaus muss in erster Linie die Qualität stehen, und nicht nur die möglichst schnelle Schaffung von Plätzen oder gar eine Unterbringung von Null- bis Dreijährigen in normalen Kindergartengruppen.

Eltern brauchen endlich mehr Planungssicherheit um Beruf und Familie wirklich miteinander vereinbaren zu können“, erklärt Martina Engel Otto stellvertretende Landesvorsitzende der FDP-Saar und familienpolitische Sprecherin.

Die FDP Saar fordert neben der Schaffung neuer Betreuungsplätze die Einführung von flexiblen Modellen der Kinderbetreuung, von denen vor allem Alleinerziehende oder Eltern die im Schichtdienst arbeiten profitieren können. Starre Öffnungszeiten von Kindertagesstätten machen für viele junge Eltern das Vereinbahren von Familie und Beruf unmöglich. Eltern, die zum Beispiel im Einzelhandel oder in der Gastronomie arbeiten, medizinisches Personal oder Polizisten und Polizistinnen, sollen trotz ungewöhnlicher Arbeitszeiten nicht auf ein gutes pädagogisches Konzept verzichten müssen.
„Noch immer ist eine flächendeckende und vor allem qualitativ hochwertige Betreuung der Klein- und Kleinstkinder in unserem Land nicht selbstverständlich. Die Betreuungsquote im Saarland lag am 01.03.2011 bei den unter 3 Jährigen bei nur bei 17,8 %, dies zeigt, dass die  Angebote nicht in vollem Umfang den Bedürfnissen von jungen Familien entsprechen.

Wir müssen dringend dafür sorgen, dass die bürokratischen Hürden abgeschafft und mehr Wettbewerb zugelassen wird. Im Saarland gibt es ein großes Bedürfnis nach flexiblen Angeboten, denn Eltern brauchen eine funktionierende Infrastruktur und nicht nur Transferleistungen. Bei der Bekämpfung des Fachkräftemangels ist Schaffung flexibler Betreuungsmöglichkeiten ein wichtiger Faktor. Hiervon wird auch die Wirtschaft in hohem Maße profitieren.“, so Engel-Otto abschließend.

 

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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