Der Generalsekretär der FDP-Saar Rüdiger Linsler fordert nach der Kritik von ver.di-Chef Alfred Staudt am „dritten Weg“  die kirchlichen Vertreter auf, auf das bestehende Sonderrecht im Arbeitsrecht für die Kirchen und ihre Einrichtungen freiwillig zu verzichten: „Die Kirche als Moralinstanz sollte mit gutem Beispiel voran gehen.“

„Die derzeitige Diskussion um einen Mindestlohn in allen Teilen der Gesellschaft sollte auch die Kirche dazu bewegen, über ihre eigene Position innerhalb unserer Gesellschaft nachzudenken. Die Kirche mit ihrem Anspruch, Moralinstanz zu sein, kann nicht weiterhin so tun, als ob sie die gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte nichts angehen. Sie sollte vielmehr mit gutem Beispiel voran gehen. Statt mahnender Worte an Politik und Wirtschaft im Rahmen gesellschaftspolitischer Diskussionen würde ein Verzicht des Sonderrechts im Arbeitsrecht die Glaubwürdigkeit der Kirche als Moralinstanz in unserer Gesellschaft stärken. Mitbestimmung in Eigenverantwortung, das Aushandeln von Tarifverträgen und das Streikrecht sind keine Almosen an die Arbeitnehmer in Deutschland, sondern sind Elemente eines gewachsenen und funktionierenden Gesellschaftssystems in unserem demokratischen und rechtsstaatlichen Deutschland.“

Wenn man sich die umfassende Struktur des „Dienstleistungsunternehmen Kirche“ ansieht, gibt es keinen Grund dafür, den bei der Kirche und ihren Einrichtungen beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weniger Rechte zu gewähren als anderen. An dieser Stelle sollte man auch die Tatsache nicht vergessen, dass sich viele kirchliche Einrichtungen mit öffentlichen Geldern finanzieren.“

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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