Einigung im Kinderschutz nach zähem Ringen

Nach langem Ringen haben sich Bund und Länder endlich über ein neues Kinderschutzgesetz geeinigt. Ein wichtiger Baustein im Gesetz ist die Förderung im Bereich der „Frühen Hilfen“.
Danach wird der Bund dauerhaft die Kosten für speziell geschulte Familienhebammen übernehmen, die nach der Geburt Familien mit erhöhtem Hilfebedarf, über den in der klassischen Nachbetreuung vorgesehenen Zeitraum betreuen dürfen und die Eltern in Erziehungsfragen beraten. Die stellvertretende Landesvorsitzende Martina Engel-Otto zeigt sich erleichtert, dass es nun morgen im Vermittlungsausschuss zu den erhofften Kompromissen kommt. „Vor allem für das Saarland, dass mit dem Projekt „Frühe Hilfen- Keiner fällt durchs Netz“ als einziges  Bundesland seit 2007 flächendeckend ein solches Hilfsangebot vorhält, bedeutet dies Planungssicherheit um auch in Zukunft die wertvollen Hilfen der Familienhebammen auf Dauer zu implementieren.

Für die Bundesinitiative stehen nun für die Jahre 2012 und 2013, 30 beziehungsweise 45 Millionen Euro zur Verfügung. Ab 2014 sollen es dauerhaft 51 Millionen Euro pro Jahr sein. Damit trägt der Bund über die Hälfte der Mehrbelastungen, die durch das Gesetz bei den Ländern und Kommunen entstehen.

„Viele junge Familien sind in der heutigen Zeit durch das veränderte Gesellschaftsbild auf sich alleine gestellt, diese Hilfen sind  ein wichtiger Beitrag um Eltern in ihrer Erziehungsarbeit zu unterstützen
und somit Kinder zu schützen. Der Verzahnung von Gesundheitsvorsorge und Kinder- und Jugendhilfe kommt hier eine zentrale Bedeutung zu.“, so Engel-Otto abschließend.

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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