Junge Liberale kritisieren Spar-Pläne Kramp-Karrenbauers als „in jeder Hinsicht falsch“

Mit scharfen Worten kritisieren die Jungen Liberalen (JuLis) Saar die Gedankenspiele von Annegret Kramp-Karrenbauer und der Saar-CDU zu Einsparungen an der Universität des Saarlandes. „Es ist in jeder Hinsicht falsch, den saarländischen Haushalt über einseitige Einsparungen an der Saar-Uni sanieren zu wollen“ so Tobias Raab, JuLi-Landeschef und FDP-Kandidat zur Landtagswahl. Besonders die angedachten Einsparungen im Bereich der Ingenieurswissenschaften, aber auch ein fehlendes Bekenntnis zu prägenden Studiengängen wie Medizin oder Jura stoßen bei den Jungen Liberalen auf Ablehnung. „Die Tage, in denen die wertvollsten Rohstoffe unseres Landes unter Tage gefördert wurden, sind längst vorbei. Heute ist unser wertvollster Rohstoff Wissen und Bildung, und die angedachten Einsparungen an der Saar-Uni umso unverständlicher. Zum einen, weil aufgrund industrieller Begebenheiten für unser Bundesland die Ingenieurswissenschaften eine ganz herausragende Bedeutung haben. Zum anderen, weil ein Bundesland, das auf seine Selbständigkeit besteht, sich nicht der Möglichkeit berauben sollte, sowohl Juristen im eigenen Landesrecht als auch Mediziner auszubilden“ so Raab, der anmerkt, dass die finanzielle Ausstattung unter dem liberalen Wissenschaftsminister Christoph Hartmann trotz Schuldenbremse zu jedem Zeitpunkt deutlich besser war als nun von CDU und SPD für die Zeit nach der Wahl vorgesehen. Umso ärgerlicher erscheint den JuLis die Prioritätensetzung der Ministerpräsidentin, wenn man sich andere geplante Ausgaben vor Augen führt. „Unsere Hochschule ist Standortfaktor und wichtige Ausbildungsstätte zugleich. Dennoch will die CDU hier die Mittel kürzen, während sie für den 4. Pavillon über 30 Millionen Euro ausgeben dürfte und am Bau des Tunnels im Rahmen von „Stadtmitte am Fluss“ festhält, der wahrscheinlich über 400 Millionen Euro kosten wird. Es ist schade, dass Kramp-Karrenbauer öffentliche Gelder lieber für Prestige-Projekte ausgibt, statt die Bildung und Forschung unseres Landes als wichtigstes Projekt zu begreifen“ so Raab, der sich mit einem Alternativvorschlag an die Landesregierung wendet: „Wenn man in der CDU so wahnsinnig gerne Geld für Beton ausgibt, wieso dann nicht wenigstens für den Beton hiesiger Wohnheime, statt für überteuerte Bauten, mit denen man sich selbst Denkmäler schaffen will?“

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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