Zentrale Transfergesellschaft ungeeigneter als dezentrale Hilfe durch Agentur vor Ort

Landtagswahl 2012Zu der aktuellen Debatte um die gescheiterten Verhandlungen über eine Schlecker-Transfergesellschaft erklärt der Landesvorsitzende der FDP-Saar, Oliver Luksic:

„Viele gerade kleinere Firmen gehen in Deutschland täglich bankrott ohne eine Welle der Empörung, hier kommt kein Landesminister zu Hilfe. Es kann und darf nur Landesgelder und Bürgschaften geben, wenn es positive Chancen auf den Fortbestand eines Unternehmens gibt nach einer neutralen Analyse, dies ist bei Schlecker nicht der Fall. Bei den anderen hunderten Insolvenzen im Saarland im letzten Jahr gab es übrigens auch keine Auffanggesellschaften.

Schlecker ist nicht an seinen engagierten Mitarbeitern gescheitert, sondern am schlechten Umgang des Unternehmens mit seinen Mitarbeitern und am schlechten Geschäftsmodell, das nicht mit Steuergeldern subventioniert werden sollte. Dies wäre nicht gerecht gegenüber den Konkurrenten von Schlecker am Markt wie DM und Rossmann, aber auch nicht gegenüber den zahlreichen Mittelständlern im Land, die pleitegehen. Ich habe für die Sorgen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern volles Verständnis. Die Jobcenter sollten sich jetzt verstärkt um die Vermittlung der Schlecker-Mitarbeiter bemühen. Die sind qualifiziert und verdienen alle Chancen. Die Leistungen einer zentralen Transfergesellschaft sind für die betroffenen Verkäuferinnen und Verkäufer im Saarland in keiner Weise vorteilhafter als die sofort zur Verfügung stehenden dezentralen Leistungen der Bundesagentur für Arbeit vor Ort. Die Bundesagentur für Arbeit erbringt wie eine Transfergesellschaft Entgeltersatzleistungen und führt unter anderem Qualifikationsmaßnahmen durch, sofern keine sofortige Wiedervermittlung in eine neue Anstellung möglich ist. Die Bundesagentur teilte gestern bereits mit, dass es derzeit bundesweit 25.000 offene Stellen für Verkäuferinnen und Verkäufer gebe. Die Bundesagentur für Arbeit verfügt demnach entgegen einzelner Behauptungen der Opposition über ausreichend Mittel, um die ehemaligen Schlecker-Beschäftigten zu betreuen und nötigenfalls auch entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen zu finanzieren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Schlecker werden daher nicht allein gelassen, sie werden von der Agentur vor Ort besser betreut als von einer zentralen Transfergesellschaft, die wohl in Baden-Württemberg den Sitz hätte.“

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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