Gebührenpoker darf Stadtfeste und Diskotheken nicht gefährden

Landtagswahl 2012In der Diskussion um neue GEMA-Tarife warnt der stellvertretende Landesvorsitzende der FDP-Saar, Sebastian Greiber, vor großen Nachteilen insbesondere für den ländlichen Raum. „Wenn die kleinen Diskotheken in der Großstadt nach der Reform weniger zahlen müssen, die größeren Diskotheken auf dem Land aber bis zu 3000 Prozent mehr, sind an der geplanten Reform starke Zweifel angebracht.“

„Ich unterstütze die Urheber in ihren berechtigten Belangen, gerade auch wenn sie sich im digitalen Umfeld gegen die unerlaubte Nutzung ihrer Werke wehren. Eine Preiserhöhung um etwa das zehnfache bei den Diskotheken ist aber absurd. Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass die Großraumdiskos und Stadtfeste jetzt den Preis dafür bezahlen sollen, dass die GEMA in der digitalen Welt die Rechte der Urheber teilweise nur mit Schwierigkeiten durchsetzen kann. Damit tut sie auch der Glaubwürdigkeit der Urheber in der aktuellen Debatte um Kostenlosmentalität im Netz keinen Gefallen. Preisanpassungen kann es immer geben, sie sollten jedoch maßvoll und gut begründet sein. Vor allem sollten sie den Kunden wirtschaftlich nicht erwürgen. Hier muss ein vernünftiger Weg gefunden werden.“, so Greiber.

Der medienpolitische Sprecher der FDP sagt weiter: „Der Ball liegt derzeit nicht bei der Politik sondern bei der Schiedsstelle. Ich appelliere, dass GEMA und Verbände zu einer guten und vernünftigen Entscheidung kommen. Bei der Entscheidungsfindung muss bedacht werden, dass der jetzige GEMA-Vorschlag vor allem im ländlichen Raum wie hier im Saarland negative Auswirkungen haben könnte. Auch Stadtfeste könnten durch die Berechnung der Fläche, auf der die Veranstaltung stattfindet, massiv teurer werden.“

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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