Landesregierung muss umgehend Maßnahmen zur Senkung der Schulabbrecherquote erarbeiten

Die gestern von der Bertelsmann Studie veröffentlichten Zahlen der Abbrecherquote von Schülern an saarländischen Gymnasien sind beunruhigend und zeigen den Saarliberalen, dass der Bildungsminister endlich richtige Prioritäten setzen muss. Dazu erklärt die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Saar, Irene Keren:

„Das Ergebnis der Studie ist besorgniserregend. Es wird belegt, dass G8 im Saarland immer noch nicht ausgereift genug ist. Hinzu kommt, die Lehrpläne sind immer noch zu voll, weshalb viele der Gymnasiasten noch vor der 10. Klasse auf die Gesamtschule wechselten, wo das Abitur in 9 Jahren gemacht werden kann. Die Saarliberalen fordern hier Transparenz über die Abgangszahlen, welche jedoch bisher noch nicht offengelegt wurden. Die FDP sieht sich auch bestätigt in ihrer Forderung, dem hohen Unterrichtsausfall entgegenzuwirken und mehr Geld in die Lehreraus- und Fortbildung zu investieren. Außerdem bedarf es flexiblerer und bedürfnisorientierter Formen des Lernens, sowie Lehrkräften, die entsprechend qualifiziert werden müssen. Auch die persönliche Situation der Schüler muss mehr berücksichtigt werden, um sie von Anfang an gezielter fördern zu können. Die Klassengröße hat ebenfalls einen Einfluss auf die Motivation und Lernfähigkeit der Schüler. Des weiteren müssen Maßnahmen getroffen werden, die Schulabbrechern eine zweite Chance eröffnen.
Man darf nicht vergessen, die hohe Schulabbruchquote droht die Auswirkungen des demographischen Wandels und damit einhergehenden Fachkräftemangels noch zu verschärfen. Dem Saarland geht dadurch ein erhebliches Potential an Wissen und Arbeitskraft innerhalb der Bevölkerung verloren.“

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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