Der gesundheitspolitische Sprecher der FDP Saar, Thorsten Eich, kritisiert die aktuellen Bestrebungen der Landesregierung zur Bestellung eines Saarländischen Pflegebeauftragten. „Die übergroße Zahl an Überwachungs- und Kontrollgremien darf nicht weiter aufgebläht werden. Das Gesundheitswesen ist bereits jetzt von einer erdrückenden Bürokratie belastet. Die Landesregierung sendet mit der Etablierung eines Pflegebeauftragten ein deutliches Signal des massiven Misstrauens gegenüber dem gesamten Pflegepersonal in der stationären und ambulanten Betreuung aus. Dies ist absolut kontraproduktiv und dient nicht der Motivation von engagierten Pflegerinnen und Pflegern.“, so der gesundheitspolitische Sprecher.

Solch schreckliche Vorfälle wie sie im AWO-Seniorenzentrum Elversberg kürzlich aufgetreten sind, lassen sich durch die Etablierung eines Pflegebeauftragten nicht vermeiden. Wenn die Unternehmen bzw. Pflegeeinrichtungen ihre Kompetenzen ernst nehmen, dann brauchen wir keinen Beauftragten.

Die FDP Saar fordert die Landesregierung zudem auf, Konzepte zur künftigen Sicherstellung der hohen Pflegequalität im Saarland vorzulegen. „Bereits heute ist es für zahlreiche Pflegeeinrichtungen aufgrund des Fachkräftemangels schwierig, die gesetzlichen Anforderungen an personelle Vorgaben, beispielsweise in Form von Personalschlüsseln für qualifizierte Fachkräfte, zu erfüllen. Da hilft auch nicht der Einsatz von Freiwilligen in diesem Bereich“, so der gesundheitspolitische Sprecher weiter.

„Minister Storm sollte keine populistischen Fensterreden zu allen möglichen Themen halten, sondern seine Aufgaben mutig und zügig abarbeiten. Dazu gehört auch, dass das 3. Umschulungsjahr in der Pflege endlich öffentlich finanziert wird. Das ist ein wirksames Mittel gegen den Fachkräftemangel“, erläutert die FDP Saar abschließend.

Oliver Luksic Landesvorsitzender

Dürfen wir Sie informieren?

Die neuesten Infos zu den Freien Demokraten Saar - regelmäßig alle 4 Wochen per E-Mail!

Herzlichen Dank - Sie haben sich erfolgreich eingetragen! (Bestätigungs-Email ist unterwegs)