Aktuelle Studien alarmierend – Forderung nach Wirtrschaftsunterricht aktueller denn je

Die Jungen Liberalen (JuLis) Saar begrüßen die Forderung des Lehrerverbandspräsidenten Kraus nach der Einführung von Ökonomieunterricht an deutschen Schulen. „Aktuelle Studien, der Deutsche Lehrerverband und der gesunde Menschenverstand bestärken uns in unserer Forderung, die wir auch auf dem Landeskongress im Februar beschlossen haben“ so Tobias Raab, Landeschef der JuLis im Saarland. Eine aktuelle Studie des Berliner Bildungspsychologen Gerd Gigerenzer hatte massive Lücken im ökonomischen Grundwissen der deutschen Bevölkerung offenbart, woraufhin der Deutsche Lehrerverband die Einführung von Ökonomieunterricht in einem Umfang von 200 Schulstunden gefordert hatte. „Wenn wir von den Bürgerinnen und Bürgern erwarten, dass sie aktuelle Geschehnisse wie die Eurokrise, die Wirtschaftslage oder auch Finanzdienstleistungen verstehen, dann muss ihnen der Staat auch die hierfür erforderlichen Fakten und Zusammenhänge vermitteln“ fordert Raab. Ein Staat, der diesem Anspruch nicht genüge, komme seiner bildungspolitischen Aufgabe nur mangelhaft nach. „Wir wollen mündige Bürger. Daher wollen wir auch, dass ihnen das hierfür erforderliche Wissen vermittelt wird. Und bei unzähligen alltäglichen Themen ist ökonomisches Grundwissen nötig“, so Raab.

Dennoch stimmen die Jungen Liberalen den Forderungen Kraus‘ nicht vollumfänglich zu. „Herr Kraus stellt es gewissermaßen als gleichwertige Alternativen dar, ob wirtschaftliche Zusammenhänge in Form eines eigenen Fachs unterrichtet werden, oder als Querschnittsthema in Fächern wie Geschichte, Politik u.a.. Wir fordern klipp und klar ein eigenständiges Schulfach ‚Ökonomie‘!“ stellt Raab klar. Heutige Politik- und Geschichtslehrer seien gar nicht dafür ausgebildet, vertieftes wirtschaftliches Wissen zu lehren. Es sei unumgänglich, dass es ein eigenes Schulfach gebe, in dem dann Lehrer unterrichten, die hier eine gezielte Ausbildung in den Bereichen Wirtschaft und Wirtschaftsdidaktik genossen haben. „Wir erwarten auch, dass sich der saarländische Kultusminister Commerçon in dieser Frage zu Wort meldet und notwendige Schritte in die richtige Richtung ergreift“, so Raab abschließend.

 

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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