Die Jungen Liberalen (JuLis) Saar fordern die Aufhebung des gesetzlichen Tanzverbotes. „Das Feiertagsgesetz des Saarlandes ist gerade in Richtung Tanzverbot mehr als veraltet, wir brauchen dringend eine zeitgemäße Überarbeitung“, so Tobias Raab, Landesvorsitzender der JuLis im Saarland.
„Ein Bundesland wie das Saarland sollte durch Weltoffenheit glänzen und nicht durch ganz und gar nicht säkulare Gesetze Bürgern religiöse Bräuche aufzwingen“, so Raab weiter. In einer pluralistischen Gesellschaft und gerade im Hinblick auf die jüngeren Generationen untergrabe das Tanzverbot die Freiheit all jener, die nicht überzeugt christlich sind.

„Uns geht es nicht darum, christliche Traditionen zu kritisieren, auch bei uns gibt es Mitglieder, die diese Traditionen pflegen. Allerdings steht für uns im Vordergrund, das jeder Mensch sich selbst dazu entscheiden kann, wie er leben will und welche Traditionen und Feiertage er hochhalten möchte“ stellt Raab klar. Auch durch die Aufhebung des Tanzverbotes sehen die JuLis keine Gefahr, dass gläubige Christen in ihrer Religionsfreiheit behindert würden, schließlich haben sie ja auch die Möglichkeit, statt tanzen zu gehen an ruhigen Orten, die es ja trotzdem noch geben würde, zur Besinnung zu kommen. Jedoch würden dann nicht mehr Anhänger anderer Glaubensgemeinschaften oder Religionslose genötigt, diese christlichen Bräuche gezwungenermaßen zu zelebrieren.

„Mit der Ablehnung eines Gesetzentwurfs zur Abschaffung des Tanzverbots im Landtag vergangene Woche hat die CDU nach der Forderung nach einem Alkoholverkaufsverbot und ihrem strikten Nein zur Legalisierung von Marihuana ein weiteres mal unter Beweis gestellt, wie sehr sie vom freien Lebensgefühl ganzer Generationen entfernt ist“ kritisiert Raab anschließend.

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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