Kramp-Karrenbauer und CDU Saar müssen sich von mittelalterlichen Vorstellungen im Bezug zur Gleichberechtigung der „Homoehe“ verabschieden

Die Jungen Liberalen (JuLis) Saar fordern erneut die Gleichberechtigung der „Homoehe“, wie zum Beispiel durch gleiches Ehegattensplitting bei hetero- wie homosexuellen Paaren, wie es kürzlich in Karlsruhe vom Bundesverfassungsgericht als verfassungsrechtlich erforderlich angesehen wurde. Annegret Kramp-Karrenbauer, die Ministerpräsidentin des Saarlandes, hält sich jedoch weiterhin strikt an das konservative Familienbild und lässt keinen Platz für mögliche weitere Zugeständnisse an die Gemeinde der Homosexuellen. „Es kann nicht sein, dass Karlsruhe allmählich das Regieren für die CDU übernehmen muss, nur weil die Parteiführung und Mitglieder wie Kramp-Karrenbauer ein Familienbild aus veralteten Ansichten übernehmen. Mit der sturen Ablehnung einer kompletten Gleichstellung diskriminiert Kramp-Karrenbauer sehenden Auges eine Minderheit, nur um ihre konservative Klientel zu beglücken“, so Tobias Raab, Landeschef der JuLis Saar, „Es ist die Pflicht aller Regierungsparteien dafür zu sorgen, dass keine Mitglieder unserer Gesellschaft aufgrund überkommene Wertvorstellungen ausgegrenzt oder als minderwertig behandelt werden“.

Mit der Entscheidung des Verfassungsgerichts sei nun ein weiterer Schritt zur Gleichstellung homosexueller Paare getan, doch das könne noch lange nicht als Ziel angesehen werden. So stehe eine Änderung zu Gunsten der homosexuellen Paare im Hinblick auf Adoption weiterhin aus. Dies ist ein Punkt, dem sich Kramp-Karrenbauer weiterhin verwehrt. „Man kann nur hoffen, das in der CDU ein Umdenken stattfindet, bevor auch diese Entscheidung in Zukunft wieder vom Bundesverfassungsgericht getroffen wird“, kritisiert Raab. Kramp-Karrenbauer Spiele auf Zeit, wenn sie hier erst eine „längere Debatte“ fordere. „Ob Menschen gute Eltern sind, hängt davon ab, wie liebevoll sie sich um ihre Kinder kümmern. Ihr Geschlecht oder die Frage, ob sie eine Frau oder einen Mann lieben, sind hierbei nicht von Bedeutung“ so Raab anschließend.

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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