JuLis Saar: Universität braucht Bekenntnis zu den Fakultäten statt Spar- und Schlingerkurs

Die Jungen Liberalen (JuLis) Saar haben mit Enttäuschung davon Kenntnis genommen, dass am Uniklinikum in Homburg vorerst kein Lehrstuhl für Allgemeinmedizin eingerichtet werden kann, da alle Bewerber zum Fristende abgesagt haben. “Dieser Vorgang steht symptomatisch für die Misere, in die der unzuverlässige Schlingerkurs der Großen Koalition die Saar-Uni mittlerweile manövriert hat” mahnt Tobias Raab, Landesvorsitzender der JuLis im Saarland. Aufgrund mangelnder Perspektiven werde es immer schwieriger, Professoren für ein Engagement an der Universität des Saarlandes zu gewinnen. “Ob die Einrichtung einer Professur für Allgemeinmedizin sinnvoll ist, ist die eine Frage, die man hierbei diskutieren kann. Die Große Koalition hat sie vordergründig mit einem Ja beantwortet. Umso bezeichnender, dass dennoch keiner der Kandidaten sein Bewerbung noch aufrechterhalten wollte”, so Raab. Die JuLis sehen den Grund hierfür in einem mangelnden Bekenntnis der Landesregierung zu den Fakultäten der Saar-Uni und in dem Sparkurs, der auf die saarländischen Hochschulen zukommt. “Die AStA-Vorsitzende redet über Fakultätsschließungen, die Landesregierung streicht massiv Mittel und vermeidet jedwedes Bekenntnis zur Zukunft der Universität des Saarlandes in ihrer jetzigen Form. Bei dieser Ausgangslage kann man keinem Bewerber verübeln, wenn er anderen Hochschulen mit besseren Rahmenbedingungen den Vorzug vor der unseren gibt” kritisiert Raab.

Hierbei sei nicht nur die medizinische Fakultät betroffen. Dieselben offenen Fragezeichen erschwerten seit Jahren die Findung neuer Jura-Professoren. “CDU und SPD müssen ihre Einsparungen im Bildungsbereich schleunigst zurückfahren und sich zur Saar-Uni und ihren Fakultäten bekennen, sonst setzen sie einen ganz wichtigen Faktor für die Zukunft des Saarlandes auf’s Spiel”, so Raab. Die Vernachlässigung der Hochschulen ließe sich auch nicht allein mit der Schuldenbremse rechtfertigen. “Zum einen geht dieses Argument deswegen ins Leere, weil die Hochschulen in den Jahren der Jamaika-Regierung Rekordsummen vom Land bekamen, und trotzdem konnte die Schuldenbremse eingehalten werden. Zum anderen hatte die Landesregierung Mittel, um die Gelder für ABM-Maßnahmen und die Seniorenhilfe zu erhöhen, im zweiten Fall sogar um eine halbe Million Euro. Die Frage ist also lediglich, wie man die vorhandenen Mittel verteilt”, stellt Raab fest,  ”Die Saar-Uni ist ein bedeutsamer Standortfaktor, der das Saarland repräsentiert, Menschen ins Saarland bringt und Einfluss auf seine Zukunft hat. Es ist an der Zeit, dass sich dies endlich auch in der Prioritätensetzung von CDU und SPD im Land widerspiegelt!”



 

Oliver Luksic Landesvorsitzender

Dürfen wir Sie informieren?

Die neuesten Infos zu den Freien Demokraten Saar - regelmäßig alle 4 Wochen per E-Mail!

Herzlichen Dank - Sie haben sich erfolgreich eingetragen! (Bestätigungs-Email ist unterwegs)