Landesregierung flüchtet mit Phantomdebatten vor den wahren Problemen

Die Jungen Liberalen (JuLis) Saar fordern die Landesregierung auf, sich endlich um die dringenden Probleme der saarländischen Bildungspolitik zu kümmern, anstatt sich in Debatten über Visionen von Umgangs- und Verkehrssprachen im Jahr 2043 zu flüchten. „Scheinbar ist es der Großen Koalition zuwider, sich mit den alltäglichen Problemen in der saarländischen Bildung zu befassen. Würde Ihr Sprachkompetenz wirklich am Herzen liegen, dann würde sie zunächst einmal dafür sorgen, dass die beiden wichtigsten Sprachen, Deutsch und Englisch, im Saarland besser vermittelt würden. Außerdem wäre es dringend notwendig, die Kommunen beim Bau von Kitas stärker zu unterstützen und durch attraktive Rahmenbedingungen wieder mehr und bessere Lehrer anzulocken, als dies bei den aktuell miserablen Bedingungen der Fall ist“ so Tobias Raab, Landeschef der JuLis im Saarland.
Stattdessen kündige die Landesregierung lieber an, künftig Geld in Sprachaus- und Fortbildungsmaßnahmen des öffentlichen Dienstes zu stecken. „Gut qualifizierte Arbeitskräfte lockt man nicht über sprachliche Zwangserziehung ins Saarland, sondern über gute wirtschaftliche Perspektiven, ein gutes Bildungssystem und eine hervorragende Infrastruktur. Wollen Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes neue Sprachen lernen, können sie dies in ihrer Freizeit gerne bei einer der vielen Volkshochschulen oder privaten Anbietern machen, aber nicht auf Kosten des klammen Landes. Die in Aussicht gestellten Gelder würde man besser in frühkindliche Sprachförderung investieren.“ erklärt Raab. Weder sei hierin ein attraktives Alleinstellungsmerkmal zu sehen, noch lasse sich eine Umgangssprache staatlich anordnen. „Die Umgangssprache im Saarland war schon immer Deutsch – selbst unter französischem Protektorat. Etwas anderes wird sich auch nicht von Kramp-Karrenbauer oder Rehlinger erzwingen lassen. Es wäre ratsamer für die Große Koalition, sich um die Kita- und Lehrersituation im Jahre 2014 zu kümmern, als in Tagträumen eines zweisprachigen Saarlands im Jahr 2043 zu schwelgen“ so Raab.
Oliver Luksic Landesvorsitzender

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