Luksic: „Erst studieren, dann zahlen“

Die Pläne der Landesregierung an den Hochschulen massiv zu kürzen stoßen bei der Saar-FDP auf Kritik. „Das kostet viele hochqualifizierte Arbeitsplätze, Einwohner im Saarland und auch Einnahmen aus dem Finanzausgleich. Wieso man durch das Gutachten des Wissenschaftsrates erst Unruhe verursacht, dann aber etwas ganz anderes macht bleibt auch das Geheimnis von Frau Kramp-Karrenbauer, eine stärkere Profilbildung gibt es jedenfalls so nicht. Zu viel bleibt unklar, belastbare Zahlen und Planungen fehlen weiter.“, so FDP-Chef Luksic.

Die Abschaffung der Studiengebühren unter der schwarz-grün-gelben Regierung war nach Meinung der FDP Saar ein Fehler. Das Versprechen der CDU, die Abschaffung der Studiengebühren würde nicht zu Kürzungen an der Uni führen, wurde gebrochen. Die Hochschulen können den Wegfall der Gebühren eben nicht kompensieren und die Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung aufrechterhalten, die mit Studiengebühren angeschoben wurden. Der FDP-Landesvorsitzende Oliver Luksic hält eine Wiedereinführung der Studiengebühren für notwendig, um attraktive Hochschulen im Land zu sichern: „Die Verbesserung der Finanzlage von Hochschulen und damit der Lehrqualität an Hochschulen, die Erweiterung der Autonomie der Universitäten und eine bessere Profilbildung sprechen klar für Studiengebühren. Es ist nicht gerecht, dass junge Arbeitnehmer mit ihren Steuern das Studium gleichaltriger Studenten bezahlen. Es macht keinen Sinn, dass Kindergarten Gebühren erheben, aber das Studium gebührenfrei bleiben soll während das Land pleite ist und die Uni kaputt spart.“

Studiengebühren sollten nach Meinung der FDP für die Verbesserung der Lehrbedingungen an den Hochschulen eingesetzt werden und nicht in den Landeshaushalt fließen. Die Haushaltsmittel für die Saar-Uni müssten stabilisiert statt gesenkt werden, damit Studiengebühren zur Verbesserung der Lehre genutzt werden. Studiengebühren sollten nachgelagert sein, d.h. erst nach dem erfolgreichen Berufseintritt wird gezahlt. „Studenten zahlen für ihr Studium in dem Augenblick, in dem sie davon profitieren. Wenn das Einkommen zu niedrig ist, zahlen sie auch nicht. Das ist fair: kein Studienplatz oder schlechte Bedingungen im Saarland sind keine bessere Alternative. Es darf keine Denkverbote geben, wenn es um den Erhalt attraktiver Hochschulen im Land geht.“

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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