Die Planung der Landesregierung, Französisch in Grundschulen ab der 1.Klasse landesweit zur Pflicht zu machen, stößt bei den Freien Demokraten an der Saar auf Kritik.

Der Landesvorsitzende Oliver Luksic warnt vor Lehrermangel und einer Vernachlässigung von Englisch:

„Wenn die Landesregierung flächendeckend aus personellen oder finanziellen Gründen nicht genügend gut ausgebildete Französisch-Lehrerinnen und Lehrer für die Grundschulen bereitstellen kann wird Französisch ab der ersten Klasse landesweit nicht funktionieren. Hier müssen Wunsch und Realität dringend abgeglichen werden. Es ist auch fraglich, ob diese bundesweite Insel-Lösung
generell sinnvoll ist. Viele Schüler wollen Englisch als erste Sprache an weiterführenden Schulen. Grundschulen sollten die Möglichkeit haben, Englisch anzubieten. Gerade Bürger aus anderen Bundesländern und Ausländer, die mit Kindern ins Saarland ziehen, haben mit diser Sprachenfolge ein Problem. Diese Insellösung wird zu einem Zuwanderungshemmnis führen. Wir brauchen mehr Wahlmöglichkeiten an den Schulen statt zentralistische Regeln. Bildungsminister Commercon plant die Schulen selber entscheiden zu lassen zwischen Ethik und Religion, diese Wahlfreiheit wäre in der Sprachenfrage mindestens ebenso sinnvoll. Im Alltag und im Beruf wird Englisch weiterhin die zentrale Rolle für junge Saarländer spielen und darf daher nicht vernachlässigt werden.“

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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