„Bei der Debatte um Sterbehilfe geht es im Kern um das Recht auf Selbstbestimmung, im Leben wie beim Sterben“, erklärt Bertold Bahner, der Landesvorsitzende der Liberalen Senioren Saar.

Dieses höchste Menschenrecht zu schützen, sei Pflicht aller staatlichen Organe. Gerade in Grenzsituationen des Lebens und angesichts des Todes komme diesem Grundsatz besondere Bedeutung zu. Bisher sei die Beihilfe zum Freitod nicht nur straffrei für Angehörige, sondern auch für Ärzte. Das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient begründe nicht nur eine Verantwortung des Arztes, Leben zu erhalten. Es begründe auch seine Verantwortung, den Willen des Kranken zu respektieren. Zwar sei kein Arzt dazu verpflichtet, Beihilfe zum Suizid zu leisten. Das könne er nur nach seinem Gewissen entscheiden. Es dürften ihm aber auch keine Nachteile entstehen, wenn er dem Wunsch des Patienten nachkommt, sei es durch standesrechtliche Sanktionen, sei es gar durch Strafverfolgung. Abzulehnen sei auch die moralisierende Abwertung von organisierter Sterbebegleitung in Nachbarländern wie der Schweiz.

„Die Liberalen Senioren appellieren an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags, die bestehende Rechtslage nicht zu ändern“, sagt Bahner. „Palliativmedizin und Selbstbestimmung dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Flächendeckender Ausbau der Palliativversorgung ist unbedingt sofort erforderlich. Die Liberalen Senioren wenden sich aber entschieden gegen jede Einschränkung des Selbstbestimmungsrechts, erst recht mit Mitteln des Strafrechts. Die Selbstbestimmung des leidendenden Menschen darf nicht in Frage gestellt werden, niemals.“

V.i.S.d.P.: Bertold Bahner, Rotenbühlerweg 25, 66123 Saarbrücken, Tel. 0681-34173, Email: LBBahner@t-online.de

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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