Die saarländische Landesregierung hat im Juli den „Erlass zur Leistungsbewertung“ verabschiedet. Er ersetzt die bisherigen Klassen- und Kursarbeitenerlasse. Der Saarländische Philologenverband (SPhV) kritisiert, dass von den fünf großen Leistungsnachweisen pro Fach bis zu drei alternative Arbeiten, also keine schriftlichen Klassenarbeiten, sein dürfen. Die Freien Demokraten sehen die Umsetzung des Erlasses kritisch. Nach Meinung der FDP muss auch aus Gründen der Chancengleichheit ein hohes Maß an Vergleichbarkeit und eine objektive und faire Bewertung von Schülern gewährleistet sein.

Der Landesvorsitzende der Freien Demokraten, Oliver Luksic, warnt auch vor einem Absenken des Niveaus und fordert weniger bürokratische Vorgaben der Landesregierung.  „Die Lehrer dürfen nicht mit immer mehr Erlassen und Berichten an ihrer pädagogischen Arbeit gehindert werden. Wir wollen mehr Eigenständigkeit der Schulen und keine bürokratische Fern- und Feinsteuerung aus dem Ministerium.“

Kurswechsel in der Bildungspolitik im Saarland

Die saarländischen Schüler sollten die gleichen Bedingungen und vergleichbare Aufgaben bekommen. Die neuen alternativen Leistungsbewertungen der Landesregierungen würden aber weniger Vergleichbarkeit und auch weniger Chancengerechtigkeit schaffen. Außerhalb der Schule erbrachte Leistungsnachweise sollten nicht zur Regel werden. „Das Niveau in den Schulen darf nicht weiter abgesenkt werden, wir brauchen hier einen Kurswechsel in der Bildungspolitik im Saarland“, fordert Luksic.

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Aus dem Wahlprogramm: >> Bildung ist Voraussetzung für ein freies und selbstbestimmtes Leben. Bildung schafft Lebenschancen. Wir wollen, dass jeder Mensch seine Chancen durch gezieltes Fördern und Fordern seiner Talente nutzen und sich frei entfalten kann. Wir wollen die beste Bildung im Saarland durch mehr Freiheit und Entscheidungskompetenzen für Kindertagesstätten, Schulen und Hochschulen: Eigene Verantwortung bringt bessere Ergebnisse, weil jede Einrichtung die Bedürfnisse ihrer Kindergartenkinder, Schüler und Studierenden am besten kennt und so in der Lage ist, die passendsten Angebote zu entwickeln. Dies bedeutet: Wahlfreiheiten müssen gestärkt werden: Ob Sprachenfolge, ob gebundene oder freiwillige Ganztagsschulen, ob G8 oder G9, Eltern, Schüler und Lehrer müssen entscheiden können, welches Konzept für sie am besten passt.<<

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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