Der neuen Ansatz im Saarland, die Übernahme von Hausarztpraxen mit 10.000 Euro zu bezuschussen, ist nach Meinung der Freien Demokraten nicht nachhaltig zielführend. Der FDP-Landesvorsitzende Oliver Luksic hält wenig von kurzfristigen, planwirtschaftlichen Subventionen und fordert bessere Rahmenbedingungen: „Ein einmaliger Zuschuss macht auf mittlere Sicht schon keinen wirtschaftlichen Unterschied, dieses Subvention wird keinen Effekt haben.“

„Die Arbeitsbelastung und Bürokratie für Landärzte muss gesenkt werden, das wird helfen“, so Luksic.  Das Saarland  werde mit dieser Subvention keine Ärzte aus anderen Bundesländern gewinnen, ein Subventionswettlauf mache auch wenig Sinn. „Wenn diese Prämie für Krankenhausärzte interessant ist, wird der dortige Mangel verstärkt, es gibt aber jetzt bereits einen Mangel an deutsch sprechenden Krankenhausärzten im Saarland.“ Statt immer mehr Ärzte gezielt aus Südosteuropa zu importieren sollte, die saarländische Landesregierung bei der Vergaben von Studienplätzen im Fach Humanmedizin Anreize nach regionalen Gesichtspunkten schaffen.

Auch die Zahl der Medizin-Studienplätze sollte erhöht werden und hier stärker auf Allgemeinmedizin gesetzt werden, damit sich endlich auch mehr Studenten aus Homburg im Saarland als Hausärzte niederlassen. Damit die Studierenden im Saarland bleiben muss ihnen die Lehre an der Uni gefallen, auch das PJ und die Weiterbildungen an den Kliniken im Saarland müssen attraktiver werden.

FDP Wahlporgramm: << Eine große Herausforderung für die Zukunft ist das Beibehalten einer hinreichenden Zahl an Ärztinnen und Ärzten im Land. Daher spricht sich die FDP Saar gegen das Tarifeinheitsgesetz aus, das die gewerkschaftlichen Mittel des Marburger Bundes einschränkt und damit zum Exodus der deutschen Medizinerinnen und Mediziner ins Ausland beiträgt. Doch nicht allein das Halten der medizinischen Fachleute ist eine Herausforderung, sondern auch die ausreichende Ausbildung: Die Zahl der Studienplätze in Deutschland und im Saarland muss erheblich gesteigert werden. Import von Ärztinnen und Ärzten aus dem Ausland führt zu Defiziten in den Herkunftsländern, denen zudem die hohen Ausbildungskosten aufgebürdet werden. Die Freien Demokraten sprechen sich entsprechend für die Weiterentwicklung der medizinischen Fakultät aus. Bei der Mediziner-Ausbildung erachten wir einen stärkeren Saarlandbezug für notwendig, um das im Land zu erwartende Medizinerdefizit zu verringern, und ein individuelles persönliches Auswahlverfahren als notwendig an.>>

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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