Hochschulen sind nicht nur Orte des Lehrens und Lernens, sondern auch eine wichtige Basis für Wachstum und Zukunft des Saarlandes. Die Streichung von nachgefragten Studiengängen lehnt die FDP daher ab. Auch wenn die FDP die saarländischen Hochschulen in der Pflicht sieht, gemäß der Haushaltslage des Landes zu handeln, darf dies jedoch nicht zu Lasten des Studienangebotes gehen, sondern muss durch Bürokratieabbau und Kosteneffizienz an der Hochschule erfolgen.

Insbesondere Bachelor-Studiengänge sind häufig sehr „verschult“. Die FDP fordert stärkere Wahlmöglichkeiten und damit verbunden auch mehr Selbstständigkeit und Eigenverantwortung in der Gestaltung des eigenen Studiums. Dies gilt insbesondere für Kompetenzen, die die Chancen in der späteren Berufstätigkeit erhöhen, also beispielsweise Kenntnisse zur Unternehmensgründung, aber auch Schlüsselkompetenzen. Auch wir wollen eine stärkere Einbindung von Industrie 4.0- Themen in Lehrstühle und Studiengänge sowie in die MINT-Fächer.

Eine größere Hochschulfreiheit und Hochschulautonomie ist Voraussetzung für die beste Nutzung der Potenziale der saarländischen Hochschulen. Dies gilt nicht allein für Forschung und Lehre, sondern auch für den Bau und die Erhaltung von Gebäuden. Hier hat sich das Landesamt für Zentrale Dienste als Bauträger nicht bewährt. Die SaarLiberalen fordern daher, die Bauträgerschaft den Hochschulen zu übertragen und ihre Mittelausstattung in angemessenem Maße zu erhöhen. Aufgrund des zum Teil desaströsen Zustandes der Hochschulgebäude fordert die FDP Saar hierzu ein „Bauprogramm Hochschulen“ zur Sanierung der Hochschulen durch das Land.

Eine gute Bildungspolitik darf sich nicht länger nur an der Zahl der Absolventen orientieren. Im Gegenteil, neueste Erkenntnisse zeigen immer deutlicher, dass die derzeitige Inflation der Bildungsabschlüsse durch eine massive Absenkung der Standards erkauft wurde. Wir setzen uns für eine Bildungspolitik ein, die in erster Linie auf eine gute Ausbildung der Absolventen abzielt, und nicht allein auf eine hohe Absolventenanzahl.

Dabei kommt es entscheidend darauf an, Forschung und Lehre an saarländischen Hochschulen stärker am Bedarf der regionalen Wirtschaft zu orientieren. Vor allem der Bereich Ingenieurwissenschaften muss an der Universität stärker ausgebaut werden. Investitionen in die Ausbildung von Ingenieuren zahlen sich im Saarland letztlich nicht nur aus in Heller und Pfennig, sondern direkt in Arbeitsplätzen.

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Oliver Luksic Landesvorsitzender

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