Zentral für die Erweiterung der eigenen Lebenschancen ist, die Sprache des Landes zu verstehen und zu sprechen, in dem man lebt. Um Chancengerechtigkeit in der Schule herzustellen, fordern wir allgemein verpflichtende Sprachtests vor der Einschulung für alle angehenden Schulkinder. Bei nicht hinreichender Beherrschung der deutschen Sprache fordern wir eine besondere Sprachförderung der betreffenden Kinder.

Ganztagsschulen haben eine wichtige Funktion, Lebenschancen zu vergrößern: Von Schülerinnen und Schülern, weil sie die Möglichkeit haben, mehr zu lernen, von Eltern, weil sie während ihrer Berufstätigkeit wissen, dass ihre Kinder angemessen betreut werden.

Im Haushaltsnotlageland Saarland ist eine Umwandlung aller bestehen (Grund)-Schulen in gebundene Ganztagsschulen unrealistisch und nicht gewollt. Um eine echte Wahlfreiheit zwischen freiwilliger und gebundener Ganztagsschule für Schüler und Eltern wiederherzustellen, sind die bestehenden Benachteiligungen der freiwilligen Ganztagsschulen und die einseitige Förderung der gebundenen Ganztagsschule zu Lasten der freiwilligen Ganztagsschule zu beseitigen.
Für Kinder ist es wichtig, weibliche und männliche Bezugspersonen zu haben. Der derzeitige Mangel an männlichen Bezugspersonen bis hin zur weiterführenden Schulen schadet Jungen und Mädchen. Wir setzen uns dafür ein, dass verstärkt auch um männliche Erzieher und Grundschullehrer geworben wird und ihnen diese Berufe nähergebracht werden.
Die Schule soll Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf ein selbstbestimmtes Leben vorbereiten. Wir fordern daher, Wirtschaftslehre als Fach in allen weiterführenden Schulen einzuführen, um Schüler für wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge zu sensibilisieren.

Mit dem allumfassenden Trend der Digitalisierung wird sich die Berufs- und Lebenswelt aller Menschen stark verändern. Digitale Kompetenzen erhalten den Rang einer Kulturtechnik, so wie das Lesen, Schreiben und Rechnen. Wir müssen dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche frühzeitig und kompetent im Umgang mit diesen Medien geschult werden. Unsere Schulen sind auf diese Aufgabe bisher unzureichend vorbereitet. Das wollen wir ändern. Die FDP Saar setzt sich für mehr Medienkompetenz an den Schulen ein. Das heißt nicht nur Lernen mit digitalen Medien, sondern auch Lernen über digitale Medien. Die FDP Saar fordert daher einen Bildungspakt zwischen Land und Schulträgern, um durch Digitalisierung die Bildung zu stärken: Wir wollen vernetzte Schulen und Hochschulen. Wir wollen die Aufnahme von Digitalthemen in die Lehrpläne und durch den Einsatz von multimedialem Unterricht und entsprechender Software die Bildung stärker individualisieren. Das Saarland soll zu einem Modell für digitales Lernen werden, das vernetze Klassenzimmer soll Standard werden.

Darüber hinaus ist die Schule eine Institution der Wertevermittlung: Demokratie, Freiheit, Toleranz, Leistung und Eigenverantwortung sind Werte, die hier gelebt und auch vorgelebt werden müssen.

Hohe Ausfallzeiten in Schulen berauben Schülerinnen und Schüler der Möglichkeit, Bildung zu erwerben und damit ihre Lebenschancen zu vergrößern. Daher fordern die SaarLiberalen eine Minimierung der Ausfallzeiten in Schulen.
Die Freien Demokraten setzen sich dafür ein, dass Menschen mit Beeinträchtigung ihr Leben ebenfalls selbstbestimmt und möglichst eigenverantwortlich in die Hand nehmen können. Für das Land, die Schulträger und Schulen bedeutet dies, Inklusion durch entsprechende pädagogische Angebote und Ressourcen zum Erfolg zu führen. Eltern brauchen profunde Beratungen, um zwischen Förderschule und Schwerpunktschule die geeignete Schule für ihr Kind zu finden. Die Freien Demokraten fordern den Erhalt der Förderschulen, eine Sicherstellung der Durchlässigkeit zwischen den Schulformen, lehnen jedoch eine zwanghafte Inklusion ab, solange die Träger weder personell noch sachlich die Voraussetzungen hierfür geschaffen haben.

Bildungschancen dürfen nicht an Ländergrenzen stoppen. Deshalb setzt sich die FDP dafür ein, durch den Abbau bürokratischer Schranken und durch vereinheitlichte Standards die bildungspolitischen Chancen aller Kinder und Jugendlichen auch bei einem Wechsel in ein anderes Bundesland zu verbessern. Obwohl immer mehr Mobilität gefordert wird, bedeutet der Umzug von Eltern mit Schulkindern in andere Bundesländer derzeit noch den Verlust wertvoller Bildungschancen und Bildungszeit.

Wir wollen die Schulautonomie durch ein Schulfreiheitsgesetz stärken. Wir wollen mehr Freiheit bei Fragen von Personal und Profil der Schule.  Das Budget der Einzelschulen soll sich dabei sachbezogen an den Schülerzahlen und den Besoldungsstufen der Lehrer, nicht aber allein an der Schulform orientieren. Wir wollen mehr Freiheit bei Fragen von Personal und Profil der Schule. Als Weltsprache bekennen wir uns zu Englisch als erste Fremdsprache. Die Schulen bieten in Eigenverantwortung eine zweite Fremdsprache (z.B. Französisch, Spanisch, Italienisch) an, die sich an der Nachfrage der Eltern, Schülerinnen und Schüler und Betriebe orientiert. Statt Gleichmacherei im Bildungsbereich wollen wir Transparenz durch Bildungsindikatoren. Die Leistung von Bildungseinrichtungen soll anhand von Erfolgskriterien bewertet werden, die für Eltern, Schüler und Studierende Transparenz schaffen. Schulen und Hochschulen in privater Trägerschaft ist – wenn sie den staatlichen Bildungsstandards genügen –  dieselbe Mittelausstattung zur Verfügung zu stellen wie staatlichen. Sie erhöhen die Vielfalt im Bildungswesen. Die FDP Saar setzt sich für die Digitalisierung der saarländischen Schulen ein. Die Digitalisierung bietet Chancen und Möglichkeiten, die unser Bildungssystem verbessern kann und unsere Schüler optimal auf die Zukunft vorbereitet.

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Oliver Luksic Landesvorsitzender

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