Am Sonntag standen 800.000 wahlberechtigte Bürger im kleinsten deutschen Flächenland vor der Wahl. Bei der letzten Landtagswahl 2012 lag die Beteiligung bei 61,6 Prozent. Dieses Mal lag sie höher und bescherte allen Parteien eine Zitterpartie. Wir Freien Demokraten konnten zwar unseren Stimmanteil gegenüber der letzten Wahl verbessern, haben aber unsere Ziele nicht erreicht.

FDP-Chef Christian Lindner bedauerte das Wahlergebnis an der Saar und räumte zugleich ein, dass die FDP auf „ein kleines politisches Wunder gehofft“ habe. „Schade, dass sich die Saarländer für einen Landtag ohne FDP entschieden haben. Eine Stimme für Marktwirtschaft und Rechtsstaat fehlt.“ Das Saarland sei ohnehin ein schwieriges Pflaster für die Freien Demokraten: „Die FDP kam aus dem Nichts. Oliver Luksic hat die Partei neu aufgestellt“, zollte Lindner dem Spitzenkandidaten und den Mitgliedern „Dank und Respekt“.

„Wir müssen sehen, dass die Angst vor einer Koalition aus SPD und Linken die wie ein Staubsauger auf die CDU gewirkt hat“, so Lindner. Das werde sich bei den kommenden drei Wahlen nicht wiederholen, ist er sicher: „Wir gehen gestärkt und mit Coolness in die nächsten Landtagswahlen. Wolfgang Kubicki und ich haben das Ziel, dritte Kraft zu werden. Und das wird uns auch gelingen.“

Kubicki erklärte mit Blick auf den so genannten Schulz-Effekt: „Die Sozialdemokraten werden feststellen, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen.“

FDP-Spitzenkandidat Oliver Luksic wollte mit dem Einzug seiner Partei verhindern, dass das Saarland die nächsten 5 Jahre von Rot-Rot regiert wird. Er betonte in einer ersten Reaktion: „Heute hatten wir eine Direktwahl der Ministerpräsidentin. Dabei sind wir ein Stück weit untergegangen.“ Die kleinen Parteien seien zwischen den großen zerrieben worden.

Angesichts der Umfragen habe das Argument der verlorenen Stimme am Ende leider doch verfangen. „Wir konnten unser Wahlergebnis gegenüber der letzten Landtagswahl zwar verbessern, haben unser Ziel jedoch nicht erreicht“. Er bedankte sich bei den Wählern, Mitgliedern und ehrenamtlichen Helfern und versprach: „Wir werden uns weiter für das neue Saarland einsetzen.“

Für die politische Kultur im Land sei das Wahlergebnis nicht gut, unterstrich Luksic vor der Bundespressekonferenz. Die neue Regierung werde ohne nennenswerte parlamentarische Kontrolle schalten und walten können, monierte er. 

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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